Baden-Württemberg

Gönner fordert Verschiebung der Kampfabstimmung

Kurz vor Beginn der Wahl des neuen CDU-Fraktionschefs will die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner plötzlich einen Stopp.

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Die Machtprobe in der baden-württembergischen CDU könnte verschoben werden. Landesumweltministerin Tanja Gönner will die für Dienstagnachmittag geplante Wahl der Fraktionsspitze im letzten Moment stoppen.

„Mein Anliegen ist es, eine solch weitreichende Entscheidung jetzt nichts übers Knie zu brechen“, erklärte Gönner zwei Stunden vor der geplanten Abstimmung, bei der sie eigentlich gegen den amtierenden Fraktionschef Peter Hauk antreten wollte. Gönner betonte, die CDU brauche keine Personaldebatten, sondern müsse zunächst die neue Situation nach der Wahlniederlage analysieren. Falls es doch zur Wahl kommt, will sie aber kandidieren.

Erst am Montagabend hatte Gönner verkündet, um Landesvorsitz und Fraktionsvorsitz kandidieren zu wollen. Ihr Konkurrent Peter Hauk hatte gesagt, er wolle ebenfalls erneut zur Wahl um den Fraktionsvorsitz antreten – und, falls die Partei es wünsche, auch zur Wahl um den Landesvorsitz.

Nach dem Rückzug von Stefan Mappus, der den Landesvorsitz abgegeben hatte, könnte es damit zu zwei Kampfkandidaturen kommen. Der oder die neue Landesvorsitzende wird am 7. Mai gewählt.