Internationaler Waffenhandel

Deutschland für 63 Länder Waffen-Umschlagplatz

Im internationalen Waffenhandel ist Deutschland ein wichtiger Umschlagplatz – auch für Ägypten, Irak und Saudi-Arabien. Einige Transporte lehnte der Bund jedoch ab.

Deutschland ist laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ ein wichtiger Umschlagplatz im internationalen Waffenhandel. Zwischen den Jahre 2005 und 2009 nutzten 63 Länder die Bundesrepublik als Transitstation für ihre Rüstungsgeschäfte, berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Jan van Aken von den Linken.

Auch zahlreiche arabische Staaten wie Ägypten, Sudan, Irak, Algerien und Saudi-Arabien hätten den Weg über Deutschland gewählt.

Insgesamt erteilten die deutschen Behörden dem Bericht zufolge 1046 Genehmigungen für den Transit von Kriegswaffen. In einigen Fällen habe der Bund aber die Genehmigung zur Durchfuhr von Waffen verweigert, dabei sei es etwa um den Transport von Sturmgewehren, Maschinenpistolen und Munition aus ehemaligen Bürgerkriegsländern wie Bosnien-Herzegowina und Serbien gegangen.

Der Zoll habe in dem genannten Zeitraum außerdem 54 illegale Lieferungen mit zusammen mehr als 6800 Schuss- und Kriegswaffen beschlagnahmt.

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