27 Abgeordnete werden Berlin im neuen Bundestag vertreten – vier mehr als bisher. 12 Parlamentarier wurden als Direktkandidaten in den Wahlkreisen gewählt, die restlichen kamen über die Liste herein, wie aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht.
Der Zuwachs der Abgeordnetenzahl insgesamt ergibt sich aus dem neuen Wahlrecht. Danach erhalten beim Entstehen von Überhangmandaten die anderen Parteien entsprechend ihrem Zweitstimmenanteil Ausgleichsmandate.
Am meisten profitiert davon die Wahlsiegerin CDU. Sie kann statt bisher sechs künftig neun Abgeordnete in den Bundestag entsenden. Ihre Spitzenkandidatin Monika Grütters schaffte es damit spielend über die Liste ins Parlament.
Nachfolgend die gewählten Bewerber nach Parteien, jeweils zunächst die Direktkandidaten (D), dann die Listenkandidaten (L):
CDU (9 Abgeordnete)
Frank Steffel (D), Kai Wegner (D), Karl-Georg Wellmann (D), Klaus-Dieter Gröhler (D), Jan-Marco Luczak (D), Monika Grütters (L), Christina Schwarzer (L), Martin Pätzold (L), Philipp Lengsfeld (L)
SPD (8 Abgeordnete)
Eva Högl (D), Fritz Felgentreu (D), Swen Schulz (L), Mechthild Rawert (L), Klaus Mindrup (L), Cansel Kiziltepe (L), Ute Finckh-Krämer (L), Matthias Schmidt (L)
Linke (6 Abgeordnete)
Gregor Gysi (D), Petra Pau (D), Gesine Lötzsch (D), Stefan Liebich (D), Azize Tank (L), Halina Wawzyniak (L)
Grüne (4 Abgeordnete)
Hans-Christian Ströbele (D), Renate Künast (L), Özcan Mutlu (L), Lisa Paus (L)
Der 18. Deutsche Bundestag
Dem 18. Deutschen Bundestag werden 630 Abgeordnete angehören.
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis des Bundeswahlleiters vom frühen Montagmorgen wird die CDU/CSU mit 311 Sitzen die stärkste Fraktion bilden, gefolgt von der SPD mit 192 Sitzen. Die Linke bekommt 64 Sitze, die Grünen schicken 63 Abgeordnete in den Bundestag.
Im neuen Bundestag werden nach der bislang vorliegenden Abgeordnetenliste 401 Männer und 229 Frauen sitzen.
401 Parlamentarier wurden wiedergewählt, 229 sind neu ins Parlament eingezogen.
Der jüngste Abgeordnete ist Mahmut Özdemir von der SPD, geboren am 23. Juni 1987.
Der älteste Abgeordnete ist Heinz Riesenhuber von der CDU, geboren am 1. Dezember 1935. Er wird als Alterspräsident die konstituierende Sitzung mit der Wahl des Bundestagspräsidenten und seiner Stellvertreter leiten.
Voraussichtlich am 9. Oktober stellt der Bundeswahlausschuss das endgültige Ergebnis der Wahl in einer öffentlichen Sitzung fest. Innerhalb von 30 Tagen, also spätestens am 22. Oktober 2013, muss der neu gewählte Bundestag erstmals zusammentreten. dpa/sei































