Schlagfertig

Ukrainische Politiker prügeln sich im Parlament

Bei einem Streit um die Stärkung von Minderheitensprachen im ukrainischen Parlament flogen die Fäuste. Ein Politiker kam ins Krankenhaus.

Prügelei im Parlament: Mit ihren Fäusten haben ukrainische Abgeordnete eine Diskussion über die Stärkung von Minderheitensprachen fortgesetzt.

Mitglieder der Oppositionspartei der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko griffen einen Redner an, der sie ihrer Meinung nach beleidigt hatte.

Bei dem folgenden Handgemenge wurde ein Parlamentarier verletzt, Mykola Petru von der Opposition verließ das Gebäude blutüberströmt. Er musste in einem Krankenhaus behandelt werden, wie Medien am Donnerstagabend aus der Ex-Sowjetrepublik berichteten. Parlamentspräsident Wladimir Litwin brach die Debatte daraufhin ab.

Gegner befürchten Abschaffung des Ukrainischen

Präsident Viktor Janukowitsch hatte im Wahlkampf 2010 seinen überwiegend aus der russischsprachigen Ostukraine stammenden Wähler versprochen, Russisch als gleichwertige Sprache einzuführen.

Gegner des neuen Gesetzes befürchten die schleichende Abschaffung des Ukrainischen als Amtssprache. Vor dem Parlamentsgebäude protestierten etwa 1000 Menschen gegen die Pläne.

Schon in der Vergangenheit hatten sich Parlamentarier der Werchowna Rada bei Unstimmigkeiten im Sitzungssaal Schlägereien geliefert.