Die Aussichten auf eine gesundheitliche Besserung stehen für die inhaftierte frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko aus Sicht des Neurologen Lutz Harms von der Berliner Charité gut.

Allerdings sehe er diese Chancen nur bei optimalen Behandlungsmöglichkeiten, die im Eisenbahnerkrankenhaus nicht gegeben seien, sagte er am Montag. Er teile die Einschätzung des Charité-Chefs Karl Marx Einhäupl, aus dessen Sicht eine optimale Behandlungssituation in der Ukraine nur schwer vorstellbar ist.

Harms hat Timoschenko während seines elftägigen Aufenthalts in der Ukraine behandelt. Nach dem Hungerstreik Timoschenkos habe ein stufenweiser Kostaufbau stattgefunden, der gut vorangeschritten sei.

Am Montag sei seine Kollegin Anett Reißhauer zur Weiterbehandlung in die Ukraine gereist, sagte Harms. Sie werde von ukrainischen Kollegen unterstützt. Reißhauer leitet den Arbeitsbereich Physikalische Medizin und Rehabilitation an der Charité.

dpa/ap