"Operation Bastion"

Kuba mobilisiert zur US-Wahl seine Streitkräfte

Mit der größten Militärübung Kubas seit drei Jahren sollen sich zur Präsidentschaftswahl 50.000 Soldaten und Hunderttausende Reservisten auf einen US-Angriff vorbreiten.

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Erstmals seit drei Jahren will das kubanische Militär im Herbst wieder eine groß angelegte Militärübung abhalten. Das „Operation Bastion“ genannte Manöver soll im November und damit zeitgleich zur US-Präsidentschaftswahl stattfinden, wie die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei, „Granma“, am Donnerstag berichtete.

Die Militärübung ist die erste unter dem neuen Verteidigungsminister Cintra Frias, der das Amt im September wegen des Todes seines Vorgängers übernommen hatte.

50.000 Soldaten und Hunderttausende Reservisten

Kuba hatte in den Jahren 1983, 1986, 2004 und 2009 ähnlich große Übungen abgehalten und damit häufig auf große Ereignisse in den USA reagiert. Die letzte Übung wurde offiziell für den Fall eines Angriffs der USA gegen den kommunistisch regierten Karibikstaat unternommen.

So hatte Kuba 2009 erklärt, eine „militärische Aggression“ seitens der USA könne nicht ausgeschlossen werden. In Kuba leben gut elf Millionen Menschen. Das Militär, die Revolutionären Streitkräfte Kubas, umfasst rund 50.000 Soldaten, zudem gibt es hunderttausende Reservisten.