UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Golfstaaten zu massiven Hilfen für die Hungernden am Horn von Afrika aufgerufen. Ban habe mit dem saudi-arabischen König Abdullah, dem kuwaitischen Emir Scheich Sabah el Ahmed el Sabah und dem katarischen Regierungschef Scheich Hamad bin Jassem bin Dschaber el Thani telefoniert, teilten die Vereinten Nationen in New York mit.
In einem weiteren Telefonat habe er auch den Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Sajed el Nahjan, um Hilfsgelder gebeten.
Die Hungerkrise am Horn von Afrika bedroht allein in Somalia rund 3,7 Millionen Menschen. Die UN hatten vor knapp einer Woche für Teile des Landes offiziell eine Hungersnot erklärt. In Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Uganda leiden Millionen weitere Menschen unter der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren.
UN-Vertreter haben den Hilfsbedarf bis Jahresende auf rund zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) beziffert, bislang sei aber erst eine Milliarde bei den UN eingegangen. Am Mittwoch wollten die UN mit einem Tag Verspätung eine Luftbrücke zur Lieferung von Nahrungsmitteln nach Somalia, Äthiopien und das kenianische Grenzgebiet starten.
Die Vereinten Nationen haben inzwischen letzte Vorbereitungen für eine Luftbrücke nach Somalia getroffen. Die Flugzeuge stünden in Nairobi bereit und sollten voraussichtlich am frühen Nachmittag in Richtung der somalischen Hauptstadt Mogadischu starten, sagte David Orr vom Welternährungsprogramm Kenia. Es habe zuvor einige bürokratische Hürden mit dem kenianischen Zoll gegeben, weshalb es zu Verzögerungen gekommen sei.
Die Flugzeuge hätten 14 Tonnen ergänzender Nahrungsmitteln an Bord, mit denen unterernährte Kinder in der Region versorgt werden sollen. Die Hilfsgüter würden ausreichen, um 5000 bis 10.000 Kinder einen Monat lang zu ernähren, hieß es.
„Eltern müssen ihren Kindern beim Sterben zusehen. Wir müssen endlich alles tun und schnell handeln, damit diese armen Familien mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medikamenten versorgt werden“, mahnte UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven. „Die unvorstellbare Situation lässt keinen Raum für Untätigkeit zu, denn schnell eintreffende Hilfsgüter sind jetzt die letzte Hoffnung.“
AFP/dpa/sam







