Flüchtlingswelle

Lampedusas Fischer blockieren Hafen mit Booten

Mehr als 2000 Flüchtlinge innerhalb von 24 Stunden sind den Bewohnern der Insel zu viel. Fischer machen die Hafeneinfahrt dicht.

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Die Regierung Italiens ersucht erneut die Europäische Union um Hilfe, weil sie sich in Zeltlagern auf dem Festland mit Hunderten nordafrikanischer Flüchtlinge konfrontiert sieht.

Video: Reuters
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Auf Lampedusa haben Bewohner aus Protest gegen den Massenzustrom von Flüchtlingen das Rathaus der Inselhauptstadt besetzt. Wie italienische Medien berichteten, bemühten sich außerdem Fischer, mit aneinander gebundenen Booten die Hafenzufahrt zu blockieren. Weitere Demonstranten versuchten, mit umgeworfenen Müllcontainern die Straße zum Hafen zu sperren.

Mit knapp 2000 weiteren Ankömmlingen innerhalb von 24 Stunden erreichte die Flüchtlingswelle aus Nordafrika einen neuen Höhepunkt. Die Bewohner der 120 Seemeilen vor der tunesischen Küste gelegenen italienischen Insel fordern, dass die Flüchtlinge umgehend an andere Orten in Italien gebracht werden. Seit Tagen übersteigt die Zahl der Migranten die der 4500 Bewohner von Lampedusa.

Das Militärschiff San Marco hat inzwischen rund 800 Flüchtlinge aufs italienische Festland gebracht. Die Insassen sollen auf mehrere italienische Regionen verteilt werden. Dort sollen sie in Zeltstädten und früheren Kasernen unterkommen. In den kommenden Tagen sollen weitere Flüchtlinge von der Insel weggebracht werden.