+++ Live-Ticker Libyen +++

Konflikt bedroht Libyens Unesco-Weltkulturerbe

Die Unesco warnt davor, dass die Weltkulturerbestätten Libyens dem Konflikt zum Opfer fallen könnten. Weitere Informationen im Live-Ticker.

10.28 Uhr: Die EU dringt darauf, den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi vollständig von weiteren Einnahmen aus dem Öl- und Gasverkauf abzuschneiden. Dazu wolle man der UN neue Vorschläge vorlegen, heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung des EU-Gipfels in Brüssel, der am Morgen vorlag:

„Die Europäische Union ist bereit, weitere Sanktionen einzuleiten und zu erlassen, einschließlich Maßnahmen, um zu verhindern, dass das Gaddafi-Regime weiterhin Einkünfte aus Öl und Gas bezieht.“

10.11 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beteiligen sich als zweites arabisches Land an der internationalen Militäraktion zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen. Der Golfstaat entsendet insgesamt zwölf Kampfflugzeuge zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen, teilte Außenminister Scheich Abdullah bin Said in einer Presseerklärung mit.

08.34 Uhr: Das westliche Bündnis setzt seine Angriffe gegen Militäreinrichtungen des libyschen Regimes fort. Kampfjets hätten am frühen Morgen wieder Stellungen in den Außenbezirken der Hauptstadt Tripolis bombardiert, berichtete der US-Sender CNN. Kurzfristig habe es Gegenfeuer der Luftabwehr gegeben, das dann aber wieder aufgehört habe.

05.15 Uhr: Der bewaffnete Konflikt in Libyen bedroht die Altertümer in Libyen. Es gibt dort fünf Stätten, die auf der Weltkulturerbe-Liste der Unesco stehen. Sie ruft nun dazu auf, diese Orte bei Auseinandersetzungen zu verschonen.

03.11 Uhr: Die Europäische Union (EU) will den Druck auf Libyens Machthaber al-Gaddafi mit weiteren Sanktionen erhöhen. Die EU stehe bereit, weitere Strafmaßnahmen zu verhängen, heißt es in der Abschlusserklärung des EU-Gipfels zu Libyen in Brüssel. Damit solle unter anderem sichergestellt werden, dass Öl- und Gaseinnahmen „das Gaddafi-Regime nicht erreichen“. Die Mitgliedsstaaten würden ähnliche Vorschläge dem UN-Sicherheitsrat vorlegen.

02.22 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligen sich nach französischen Angaben am Militäreinsatz in Libyen. Das Land werde zwölf Flugzeuge stellen, sagt der französische Präsident Nicolas Sarkozy in Brüssel. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind nach Katar das zweite arabische Land, dass sich mit Flugzeugen beteiligt.

00.59 Uhr: Die USA übergeben nach den Worten von Außenministerin Hillary Clinton das Kommando über die Flugverbotszone über Libyen der Nato. Die USA werde aber weiterhin „Unterstützung“ für die Militärmission stellen. Zwar gebe es bereits erhebliche Erfolge, doch Machthaber al-Gaddafi sei „weiterhin eine Gefahr“, sagt Clinton im State Department in Washington.

00.28 Uhr: Die EU hat ihre Rücktrittsforderung an Gaddafi erneuert. Gaddafi müsse sofort die Macht abgeben, damit sein Land rasch auf den Weg hin zur Demokratie gelange, erklären die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel.

Die EU sichert einem „neuen Libyen“ ausdrücklich politische und wirtschaftliche Unterstützung zu. Sie will den Druck mit verschärften Sanktionen weiter erhöhen. „Die EU ist bereit, weitere Sanktionen zu initiieren und zu beschließen. Dazu gehören Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Öl- und Gas-Einnahmen nicht das Gaddafi-Regime erreichen“, heißt es in einer Erklärung der EU-„Chefs“.

23.05 Uhr: Die Nato übernimmt die Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen, wie Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel offiziell bekannt gibt. Er sagt, das Mandat der Nato gehe nicht über die Flugverbotszone hinaus, aber das Militärbündnis dürfe sich gegen Angriffe verteidigen.

22.34 Uhr: Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs kündigt die baldige Beantragung mehrerer Haftbefehle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Libyen an. Louis Moreno-Ocampo sagt, sein Team ermittle in sieben Fällen wegen der Tötung unbewaffneter Zivilisten durch libysche Sicherheitskräfte zu Beginn der Proteste gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi zwischen Mitte und Ende Februar.

22.07 Uhr: Venezuela hält an den engen diplomatischen Beziehungen zum Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi fest. „Die legitime Regierung Libyens ist die, die Gaddafi führt“, sagt Venezuelas Vizeaußenminister für Afrika, Reinaldo Bolívar, im staatlichen Fernsehen VTV.

21.40 Uhr: Die Nato-Staaten haben sich nach Informationen Deutschland noch nicht auf die Übernahme des Kommandos durch die Nato beim Militäreinsatz in Libyen geeinigt. „Es gibt noch keine Einigung, die Botschafter beraten noch“, heißt es aus Kreisen der Bundesregierung.

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