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Libyens Diktator Gaddafi verliert wichtige Anhänger

Bisherige Getreue verweigern dem libyschen Machthaber nach Angaben der USA die Gefolgschaft. Sie desertieren, weil sie nicht mit ihm untergehen wollen.

Nach dem Beginn der internationalen Angriffe auf Libyen wenden sich nach US-Angaben immer mehr Gefolgsleute von Machthaber Muammar al-Gaddafi ab.

Sie wisse von "zahlreichen Diplomaten und Armee-Oberen", die "umschwenken, die Seiten wechseln oder desertieren, weil sie sehen, wie alles enden wird", sagte US-Außenminister Hillary Clinton dem US-Fernsehsender CBS.

Verteidigungsminister Robert Gates sagte dem Sender, wenn „Mitglieder des Regimes ins Wanken“ gerieten, dürften die Auswirkungen „nicht unterschätzt“ werden.

Gates gab zudem zu bedenken, dass sich die Lage in Libyen destabilisierend auf die Nachbarstaaten Tunesien und Ägypten auswirken und die dortigen Umstürze "in Gefahr bringen“ könne.

Der seit mehr als einer Woche andauernde Einsatz der internationalen Truppen unter der Führung der USA, Frankreichs und Großbritanniens gegen Gaddafi sei daher richtig.