Afghanistan-Bericht

US-Erfolge sind "zerbrechlich und umkehrbar"

Die USA haben nach offizieller Regierungseinschätzung "bemerkenswerte operative Erfolge" in Afghanistan erzielt. Dennoch ist die Sorge groß.

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Die USA sehen in ihrem Krieg gegen die Taliban in Afghanistan Fortschritte, halten diese aber noch nicht für nachhaltig genug. Die Erfolgsserie der Extremisten in den vergangenen Jahren habe in weiten Teilen des Landes gestoppt werden können, hieß es in einem Strategie-Bericht des Präsidialamtes. Allerdings seien die erzielten Fortschritte „zerbrechlich und umkehrbar“.

Es bleibe eine Herausforderung, die „bemerkenswerten operative Erfolge“, dauerhaft zu sichern. Präsident Barack Obama sollte sich im Laufe des Tages zu dem Bericht äußern. Er steht innenpolitisch unter massivem Druck, den Bürgern ein konkretes Ausstiegsszenario für den unpopulären Krieg zu präsentieren.

Die USA seien auf gutem Wege, Obamas Zusicherung einzuhalten, mit dem Truppenabzug aus Afghanistan Mitte 2011 zu beginnen, hieß es in dem Bericht weiter. Zentral für den Erfolg des US-Engagements sei jedoch die Situation in Pakistan.

Die Taliban-Führung dort habe geschwächt werden können und stehe unter einem so starken Verfolgungsdruck wie seit ihrer Flucht aus Afghanistan 2001 nicht. Allerdings verfügten sie nach wie vor über die Fähigkeit, schwere Anschläge gegen die USA und deren Verbündete auszuführen.

2010 war für die internationale Truppe Isaf das verlustreichste Jahr seit Beginn des Einsatzes 2001. Obama hatte das US-Kontingent in diesem Jahr um 30.000 Soldaten aufgestockt, um den Kampf gegen die Islamisten entscheidend voranzutreiben.