Es ist eine wichtige Zusicherung in zunehmend unsicheren Zeiten: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei dessen Überraschungsbesuch in Berlin weitere Unterstützung zugesagt. Für die Ukraine ein bedeutsames Signal. Denn Selenskyj weiß: Auf die USA unter einem Präsidenten, dem Geschäfte wichtiger erscheinen als eine langfristige Friedenssicherung, kann er sich nicht mehr uneingeschränkt verlassen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Auch in Europa droht die Unterstützerfront zu bröckeln. In Frankreich könnte die kommende Präsidentschaftswahl zwischen zwei Kandidaten entschieden werden, die sich gegen weitere Hilfen für die Ukraine ausgesprochen haben. Gleichzeitig steht dem Land erneut ein harter Winter bevor.
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Ukraine-Krieg: Frieden in Sicht? Das ist höchst zweifelhaft
Ein rasches Ende des Krieges ist trotz neuer diplomatischer Bemühungen nicht in Sicht. Zwar hat die jüngste mehrtägige Waffenruhe in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky gezeigt, dass begrenzte Vereinbarungen möglich sind. Doch ob die für kommende Woche geplante nächste Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA auf Beraterebene den Weg zu einem baldigen Frieden ebnen kann, ist höchst zweifelhaft. Kremlchef Wladimir Putin hält bislang an seinen Maximalforderungen fest.

Wie wenig Anlass es gibt, auf einen ernsthaften Friedenswillen Moskaus zu vertrauen, zeigte sich auch am Vortag von Selenskyjs Berlin-Besuch: Bei der Verteilung von Hilfsgütern in der Region Saporischschja wurden 31 Menschen durch russischen Beschuss getötet. Dass die Ukrainer den Friedensbekundungen aus Russland mit tiefem Misstrauen begegnen, ist daher nur allzu verständlich.





