Es war erwartet worden und ist so gekommen. Die zunächst friedlichen Demonstrationen der „Generation Z“ haben am Samstag im Schlepptau einige Krawalle ausgelöst. Gewaltbereite Trittbrettfahrer haben danach Plünderungen und Übergriffe auf Polizeibeamte verübt. „Landfriedensbruch“, ruft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, was ein starkes Wort ist.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Festzuhalten bleibt, dass wir in Deutschland auch nach Halloween keine französischen Verhältnisse haben. Festzuhalten bleibt auch, dass in Städten eine gewaltbereite Szene lebt, die Anlässe sucht, um zuzuschlagen. Sei es ein Silvestertag, der erste Mai oder ein G20-Treffen. Aber das Augenmerk der Politiker darf jetzt nicht allein auf Ordnungspolitik liegen und das Anliegen der zumeist friedlichen Protestler aus dem Blick verlieren.

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Thema Rente: Es ist Konsens, dass die Jugend benachteiligt wird

Es ist das verbriefte Recht, sich zu versammeln und Anliegen ein Forum zu geben. Dass die Jugend in einer überalternden Gesellschaft sich benachteiligt fühlt, ist inzwischen Konsens. Es ist kein „linkes“ Thema, wenn man daran denkt, wie rebellisch die Junge Union vor einem Jahr gegen ihren Bundeskanzler Front gegen die Rentenpolitik gemacht hat und Generationengerechtigkeit anmahnte.

Christoph Link / Redakteur
Christoph Link© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Suche nach einer bezahlbaren WG, Angst vor Krieg, Sorge um einen Job und die KI, Panik vor der Erderwärmung: Die Anliegen der Jungen sind greifbar. Von den Parteien der demokratischen Mitte hören sie keine zufriedenstellenden Antworten. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wählten fast 60 Prozent der unter 24-Jährigen AfD oder Linke. Bundesfamilienministerin Karin Prien will jetzt „in den Dialog“ mit Jugendlichen treten. Es ist höchste Zeit.