Wie wird Berlin künftig regiert und wie sicher wird die Hauptstadt sein? Die Antwort auf diese Frage muss für Berlin einen größeren Maßstab haben als den, der für normale Städte gilt.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Berlin ist nicht nur die größte Metropole mit 3,5 Millionen Menschen. Die Hauptstadt ist auch Sitz der Bundesregierung sowie weiterer Verfassungsorgane und Bundesbehörden. Länder aus aller Welt mit hohem Sicherheitsbedarf haben hier Vertretungen und vertrauen auf höchstes Sicherheitsniveau.

Auch interessant

Nähe zu Radikalen wird für Berliner Linke zum Politikum

Sie alle werden irritiert sein, wenn sie jetzt wissen, dass die künftige Regierende Bürgermeisterin, Elif Eralp, persönlich Angst vor der Bedrohung durch Radikale hat, zu denen ein Teil ihrer Partei eine Nähe pflegt. Die Zugang zu Wahlparties haben oder sich mit einem Abgeordneten der eigenen Fraktion zeigen.

Dass es damit bei der Berliner Linken ein Problem gibt, ist längst ein offenes Geheimnis. Aber dass es die künftige Regierungschefin – wenn auch nur durch eine Panne – selbst offenbart, macht dieses Problem zum nationalen Politikum.

Jörg Quoos ZRB
Jörg Quoos.© FFS | Reto Klar

Eralps Versprechen reichen für Berlins Sicherheit nicht aus

Elif Eralp hat der Enthüllung ihrer Ängste das Versprechen nachgeschoben, „mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Organisierte Kriminalität, gegen Terror, gegen all das konsequent“ vorzugehen. Diese Absichtserklärung soll ihr das Amt retten.

Auch interessant

Aber sie ist nichts wert, solange ihre Partei Antisemiten und Leute in ihren Reihen hat, die Kontakte zum Clan-Milieu pflegen. Und sie ist auch dann nichts wert, wenn die Linke die überlastete Polizei der Hauptstadt reduzieren will. Wer soll denn gegen diese Kriminalität vorgehen?

Berlin braucht eine neue Regierung, aber keinesfalls ein neues Sicherheitsrisiko.