Donald Trump hat seine Niederlage von 2020 bis heute nicht akzeptiert. Warum sollte er es diesmal tun, falls ihm am 3. November der Kongress entgleitet? Für den US-Präsidenten geht es um mehr als politische Beinfreiheit. Demokratische Mehrheiten können Minister vorladen, Akten erzwingen, die Geschäfte seiner Familie durchleuchten und Strafverfolger auf den Plan rufen – die Hölle! Das will er verhindern. Um welchen Preis?

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Munition für Misstrauen gibt es reichlich. Eine Million Dollar verspricht er für Hinweise auf Wahlbetrug, die zu Verurteilungen führen – obwohl es keine Belege für systematischen Wahlbetrug gibt. In Alaska will sein Justizministerium per Klage vorsorglich die Bestätigung eines demokratischen Wahlsiegs blockieren lassen.

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Der konservative frühere Bundesrichter Michael Luttig warnt vor einer noch perfideren Variante: Republikanische Mehrheiten könnten am 3. Januar 2027 gewählten Demokraten die Aufnahme in den Kongress verweigern und so einen Machtwechsel vereiteln. Dass parteiübergreifend Abgeordnete schon jetzt eine Verpflichtung zur Anerkennung gewählter Kollegen verlangen, zeigt, wie ernst diese Sorge genommen wird.

Dirk Hautkapp.
Dirk Hautkapp.© Privat | Hamburger

Trump hat 2020 versucht, ein Wahlergebnis zu kippen – bis hin zum blutigen Sturm aufs Kapitol. In seiner zweiten Amtszeit agiert er noch zügelloser, sucht er immer wieder die Konfrontation mit Gerichten und den Grenzen präsidialer Macht. Alaska zeigt: Die Auseinandersetzung um ein unerwünschtes Ergebnis hat schon begonnen, ehe es eines gibt. Man sollte die Warnzeichen nicht ignorieren. Die gefährlichste Phase dieser Wahl könnte erst nach dem Wahltag beginnen.