Friedrich Merz (CDU) hat beim Investitionsgipfel der Bundesregierung Investitionen im Milliardenumfang verkündet. Dem Bundeskanzler zufolge sollen bis 2028 rund 800 Milliarden von mehreren Unternehmen in deutsche Wirtschaftsstandorte fließen. Auch große US-Tech-Unternehmen zählen dazu.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Wir sehen ein beschleunigtes Wachstum im Jahr ‌2026 trotz steigenden geopolitischen ​Drucks und eines ‌Sprungs der Energiepreise“, meinte Merz am Dienstag bei der Konferenz. Die Investitionen aus dem Ausland seien stetig gestiegen: Allein von 2024 zu 2025 habe es einen Anstieg von etwa 50 Prozent gegeben. Das Volumen lag im vergangenen Jahr bei 86 Milliarden.

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Amazon investiert 16 Milliarden in Rechenzentren und KI-Infrastruktur

Nun steigt laut Merz Amazon ein und investiert im kommenden Jahr 16 Milliarden in Deutschland. Der Tech-Konzern soll, wie „Bild“ berichtet, Rechenzentren, KI‑Infrastruktur und ein System zur Nutzung von Satelliteninternet in der Bundesrepublik aufbauen. Auch neue Logistikprojekte oder Angebote der Streamingsparte „Prime Video“ sollen dazu gehören.

Konkret bekannt ist des Weiteren eine Investition des Cloud-Dienstleisters „Amazon Web Services“, der seinen Standort in Frankfurt ausbauen möchte. Bereits am Montag wurde bekannt, dass der Chiphersteller Nvidia weitere Investitionen in Deutschland plant. Weitere Verkündungen sollen am Dienstag folgen.

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Deutsche Tugenden: Merz wirbt mit Fleiß und Zuverlässigkeit für Standort

In seiner Rede vor in- und ausländischen Wirtschaftsvertretern hob Kanzler Merz zudem die Stärken des Standorts hervor – und nahm dazu Deutschland-Klischees zu Hilfe. „Deutsche gelten als fleißig, gehen früh schlafen und stehen noch vor Sonnenaufgang auf“, sagte er. Der Berufsverkehr sei morgens zwischen 6 und 7 Uhr am stärksten. „Im Urlaub sind wir die Ersten am Strand und legen schon vor dem Frühstück unsere Handtücher aus. Und wenn wir Liefertermine vereinbaren, dann halten wir diese auch ein.“

Deutsche seien zuverlässig, berechenbar, präzise und für keine Überraschungen gut, sagte Merz. „Kurz gesagt: Wir sind genau das, was Investoren am meisten schätzen.“ Das Gute an Klischees sei nämlich, dass sie oft voller Wahrheit steckten. 

jcst mit dpa