In den USA haben Ermittler am Montag das Haus der prominenten demokratischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar in der Hauptstadt Washington durchsucht. Wie der Sender Fox News berichtete, ging es bei der Razzia bei der ausgewiesenen Kritikerin von Präsident Donald Trump um den Vorwurf, Omars inzwischen verstorbener Vater habe bei der Einbürgerung seiner Tochter falsche Angaben in den Unterlagen gemacht, als diese noch ein Kind war. Auch die „New York Times“ berichtet unter Berufung auf Insider, dass gegen Omar unter anderem wegen vermeintlicher Straftaten im Kontext ihrer Einbürgerung ermittelt werde.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das US-Justizministerium bestätigte eine Durchsuchung, nannte aber keine Namen. Im „Raum Washington“ sei ein vom Justizministerium erwirkter Durchsuchungsbeschluss vollstreckt worden, erklärte das Ministerium. Die Maßnahme sei „Teil einer laufenden Untersuchung auf Bundesebene“.
Auch interessant
Razzia bei Ilhan Omar: US-Behörde ICE durchsucht Politikerin
Fox News zufolge wurde die Durchsuchung am frühen Morgen von Ermittlern der Ermittlungsabteilung HSI der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE vorgenommen. Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan hatte bereits im September erklärt, Omar sei Gegenstand von Untersuchungen. Einzelheiten nannte er damals nicht.
Omar erklärte seinerzeit, sie sei nicht von der Behörde kontaktiert worden. Omar betonte, dass die Vorwürfe, sie und ihre Familie hätten Einwanderungsbetrug begangen, falsch und politisch motiviert seien: „Ich sage es noch einmal, damit es so klar wie möglich ist: Ich mache mir überhaupt keine Sorgen wegen dieser Ermittlungen, denn sie sind reine Farce“, schrieb sie im September in einer Kampagnen-E‑Mail. Zu der Razzia äußerte sie sich zunächst nicht.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Omar und Trump: Linke Abgeordnete kämpft um Wiederwahl in Minnesota
Die 44-jährige Omar ist somalischer Herkunft und gehört einer Gruppe linker Kongressabgeordneter an, die unter dem Namen The Squad bekannt sind und Trump besonders kritisch gegenüberstehen. Omar und Trump sind in der Vergangenheit öfter aneinandergeraten. In gut drei Wochen finden in den USA die wichtigen Kongress-Zwischenwahlen, die sogenannten „Midterms“, statt, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern verlieren könnten. Omar tritt dabei in Minnesota zur Wiederwahl an.
afp/aino







