Die AfD liegt laut dem vorläufigen Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei 43,8 Prozent – und hat damit ihr stärkstes Ergebnis seit ihrer Gründung erreicht. Gleichzeitig hat vor allem die CDU starke Verluste erlitten. Hat die AfD ihre Stimmen also hauptsächlich von der CDU?
Tatsächlich hat die AfD nach derzeitigen Erkenntnissen erfolgreich bisherige Nichtwählerinnen und -wähler aktiviert. 38 Prozent ihrer Stimmen hat sie von ihnen. Die Menschen, die vor fünf Jahren CDU wählten, machen einen Anteil von 17 Prozent der AfD-Stimmen aus.
Hintergründe zur Wahl in Sachsen-Anhalt – für Sie recherchiert
Vier Prozent ihres Ergebnisses setzen sich aus ehemaligen FDP-Wählern zusammen. Und 30 Prozent der Menschen, die heute AfD wählten, taten dies auch zuvor schon. Der verbleibende Anteil von elf Prozent der heutigen AfD-Stimmen wählte zuvor andere Parteien. Dies ergibt sich aus Angaben des ZDF, das sich auf die Forschungsgruppe Wahlen bezieht.
CDU verliert die meisten Stimmen an AfD
Insgesamt haben 1.328.211 Menschen ihre Stimme abgegeben. Die CDU verlor laut ARD/Infratest dimap einen großen Teil ihrer Wählerinnen und Wähler (83.000 Stimmen) an die AfD. Aber auch an SPD (19.000 Stimmen), Grüne (18.000 Stimmen), BSW (12.000 Stimmen), Linke (7000 Stimmen) und FDP (2000 Stimmen) gingen die Stimmen bisheriger CDU-Wählerinnen und -Wähler.
Die SPD verlor ihre Wählerinnen und Wähler vor allem an die AfD und das BSW (jeweils 6000 Stimmen). Ähnlich sieht es bei der Linken aus: Sie verlor 15.000 Stimmen an das BSW und 12.000 an die AfD. Doch auch die AfD hat einen kleinen Anteil bisheriger Wählerinnen und Wähler verloren – 2000 von ihnen wählten das BSW.






