Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt besser abgeschnitten, als in den letzten Umfragen prognostiziert wurde. So erreichten sie laut der ersten Hochrechnung der ARD 8,9 Prozent, fast drei Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Trotz des guten Ergebnisses reagierte Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz mit gemischten Gefühlen auf das Ergebnis. „Für uns ist das ein schwieriger Abend“, sagte sie angesichts des Erdrutschsiegs der AfD in der ARD. Aber: „Die Menschen haben Hoffnung in uns gesetzt, diese Alleinregierung der AfD zu verhindern.“
Hintergründe zur Wahl in Sachsen-Anhalt – für Sie recherchiert
Das gute Abschneiden sei ein Zeichen der Stärke, es zeige, „dass sich die Zivilgesellschaft aufbäumt und unterhakt“. Auch der heiße Sommer habe im Wahlkampf offenbar dazu geführt, dass sich mehr Menschen als erwartet für die Grünen entschieden hätten. „Die Menschen machen sich Sorgen um die Klimakrise“, so Sziborra-Seidlitz.
Im Wahlkampf setzten die Grünen auf den Klimaschutz
Im Wahlkampf hatten sich die Grünen stark vom Anti-Klimaschutz- und Anti-Migrations-Kurs der AfD abgesetzt. Migrantinnen und Migranten sollten nicht nur als Arbeitskräfte gesehen werden, betonte Sziborra-Seidlitz kurz vor der Wahl im ZDF. Sie lebten hier, zahlten Steuern, seien Nachbarn, Freunde.
Um dem Klimawandel zu begegnen, wollen die Grünen Sachsen-Anhalt bis 2035 klimaneutral machen. Mit Blick auf hohe Energiekosten sieht Sziborra-Seidlitz auch die Bundesregierung in der Pflicht, wenn es darum geht, die Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt zu retten. Es sei wichtig, dass die Bundesregierung bei der Gasstrategie auch die sachsen-anhaltinischen Standorte mitdenke. „An vielen Stellen“ sei das nicht geschehen.
Anm. der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, die Grünen wollten Sachsen-Anhalt bis 2025 klimaneutral machen. Diesen Tippfehler bitten wir zu entschuldigen.








