Rauchen dürfte in Deutschland in den kommenden Jahren teurer werden: Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer offenbar stärker anheben als bislang geplant. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Formulierungshilfe des Bundesfinanzministeriums für die Koalitionsfraktionen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Demnach könnte der durchschnittliche Preis für eine Packung Zigaretten bis 2030 schrittweise von derzeit rund 8 Euro auf 11,78 Euro steigen. Das wären etwa 40 Cent mehr, als das Bundeskabinett zuletzt vorgesehen hatte. Nach heutigem Stand läge Deutschland damit deutlich über den aktuellen Durchschnittspreisen in den USA und der Europäischen Union. Laut World Population Review kostet eine Packung Zigaretten in den USA 2026 im Schnitt 10,15 Dollar, nach EZB-Referenzkurs rund 8,88 Euro. In der Europäischen Union liegt der rechnerische Durchschnitt derzeit bei rund 7,64 Euro je Packung.
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Laut Bericht soll der durchschnittliche Preis für eine Packung Zigaretten 2027 zunächst auf 9,10 Euro steigen. Für 2028 sind 9,91 Euro vorgesehen, ein Jahr später 10,81 Euro. Im Jahr 2030 würde eine Packung schließlich durchschnittlich 11,78 Euro kosten.
Ein erheblicher Teil dieses Betrags fließt bereits heute als Tabaksteuer an den Staat. Der Steueranteil liegt derzeit bei rund vier Euro pro Packung. Bis 2030 soll er den Berechnungen zufolge auf 6,19 Euro anwachsen.
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Höhere Tabaksteuer auch für Feinschnitt und E-Zigaretten
Die höheren Abgaben sollen sich jedoch nicht auf klassische Zigaretten beschränken. Auch Feinschnitt soll stärker besteuert werden. Dabei handelt es sich um losen Tabak für selbst gedrehte Zigaretten, der bislang häufig als günstigere Alternative zur fertigen Packung gilt.
Steigen sollen zudem die Steuern auf Liquids für E-Zigaretten. Liquids sind Flüssigkeiten, die in E-Zigaretten oder Verdampfern erhitzt und anschließend als Dampf inhaliert werden. Dem Bericht zufolge soll der Steueranteil künftig jedes Jahr um einen Cent je Milliliter zunehmen.
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Bundesregierung begründet Steuererhöhung mit Gesundheitsschutz
Grund für die Änderung ist den Angaben zufolge eine Lücke im Bundeshaushalt. Aus Regierungskreisen hieß es laut dem Bericht, die „maßvolle Anhebung“ diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung: „Die Erhöhung dient auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und steht im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.“
Durch den nun geplanten Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen solle „vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestärkt werden“, hieß es. Die zur Vorbereitung des Gesundheitssparpakets eingesetzte Expertenkommission hatte eine noch stärkere Erhöhung vorgeschlagen.
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Tabaksteuer bringt dem Bund Milliarden an Mehreinnahmen
Für den Bundeshaushalt dürfte die Reform beträchtliche Zusatzeinnahmen bringen. Nach Angaben der Zeitungen rechnet die Bundesregierung bereits 2027 mit einem Plus von rund 756 Millionen Euro. Da die Steuersätze in den Folgejahren schrittweise weiter steigen sollen, wachsen auch die erwarteten Einnahmen. Für 2030 veranschlagt der Bund zusätzliche Erlöse von rund 3,59 Milliarden Euro.
mit afp













