Die politische Bühne lieferte am Sonntag ein Bild, das viele Beobachter für unmöglich hielten: Donald Trump und Elon Musk, monatelang erbitterte Gegner, gaben sich bei der Trauerfeier für den getöteten Aktivisten Charlie Kirk in Arizona die Hand.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Szene, festgehalten von den Kameras eines vollbesetzten Stadions, wirkte wie ein Signal – ob für eine echte Versöhnung oder für nüchternes Kalkül, blieb offen. Zusätzliche Brisanz erhielt der Moment durch eine Lippenleserin, die im Auftrag britischer Medien das Gespräch der beiden analysierte.
Trump und Musk: Überraschendes Wiedersehen in Arizona
Zwischen den Ansprachen der Redner nahm Trump neben Musk Platz. Die Kameras hielten fest, wie der Präsident dem Tesla-Chef freundschaftlich aufs Knie klopfte und ein Gespräch begann. Nach Angaben der britischen „Daily Mail“, die eine Lippenleserin mit der Analyse beauftragte, eröffnete Trump mit den Worten: „Wie geht’s dir? Also Elon, ich habe gehört, du wolltest reden.“
Anwesend war auch UFC-Chef Dana White, der mithörte, als Trump vorschlug: „Lasst uns versuchen, wieder auf Kurs zu kommen.“ Musk nickte – woraufhin der Präsident ihn umarmte und sagte: „Ich habe dich vermisst.“
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Politischer Bruch: Warum Elon Musk das „Department of Government Efficiency“ verließ
Noch wenige Monate zuvor war von einer Aussöhnung keine Rede. Ende Mai trat Musk überraschend als Leiter des „Department of Government Efficiency“ (DOGE) zurück – einer von Trump geschaffenen Behörde, die staatliche Ausgaben reduzieren sollte. Hintergrund war Trumps neues Haushaltsgesetz, das Musk als Hindernis für seine Sparpläne kritisierte.
Darauf folgte eine öffentliche Eskalation: Musk behauptete in Interviews, Trump hätte ohne seine Unterstützung nie die Wahl gewonnen. In mehreren Posts auf seiner Plattform X brachte er den Präsidenten mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung und kündigte sogar die Gründung einer eigenen Partei an. Zwar relativierte Musk später einige seiner Aussagen, doch das Verhältnis zu Trump blieb zerstört.
Trump reagierte mit gleicher Schärfe: Er drohte, staatliche Aufträge für Musks Unternehmen zu streichen – und erklärte, demonstrativ seinen Tesla verkaufen zu wollen, den er einst zur Unterstützung gekauft hatte.
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Trumps früher Verbündeter: Musks Rolle im Wahlkampf
Dabei war Musk zunächst einer von Trumps engsten politischen Partnern. Über 250 Millionen Dollar soll er laut de, „Wall Street Journal“ in den Wahlkampf investiert haben. In den ersten Monaten nach Trumps Amtsantritt war er häufiger Gast im Weißen Haus, trat informell als Berater auf und zählte zu den sichtbarsten Unterstützern der republikanischen Strategie.
Gemeinsam mit Charlie Kirk warb er zudem für Kampagnen zur Wählerregistrierung unter Republikanern – ein zentraler Baustein konservativer Mobilisierung.
mit dpa










