Russland oder russische Unterstützer überwachen offenbar mittels Drohnen Routen in Deutschland, die für Waffenlieferungen in die Ukraine genutzt werden. Das berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf Quellen aus US-Behörden und anderen westlichen Staaten. Auch die „Wirtschaftswoche“ berichtete bereits über solche Spähflüge russischer Drohnen in Deutschland. Besonders betroffen ist demnach das Bundesland Thüringen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Mit den Erkenntnissen konfrontiert zeigte sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Donnerstag wenig überrascht. Die Bundeswehr sei nicht zuständig für die Überwachung von zivilem Territorium oder Straßenverbindungen in Deutschland was Drohnen angehe, sagte der SPD-Politiker auf Nachfrage nach einem Treffen mit seiner spanischen Amtskollegin Margarita Robles in Berlin. „Aber ja, dass Drohnen auch irgendwo über den Häfen, über den Eisenbahnanlagen unterwegs sind, dürfte niemanden überraschen. Es gibt aber nicht so furchtbar viel Handhabe dagegen.“

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Pistorius sagte, die Zuordnung, von wo aus Drohnen gesteuert werden, sei oft sehr schwierig. Er betonte, dass der Schutz militärischer Anlagen verstärkt worden sei, und nannte Techniken zum Abfangen von Drohnen. „Aber das ist ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel technischer Art zwischen dem, was Drohnenentwickler machen, und dem, was wir tun können, auch das gehört zur Wahrheit dazu.“ 

Ukraine-Krieg: Russland setzt massive Luftangriffe fort

Er verurteilte die neuerlichen schweren russischen Luftangriffe auf die Ukraine. Das beweise einmal mehr, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nicht an Frieden und auch nicht an einer Waffenruhe interessiert sei. Er mache mit dem weiter, was er die ganze Zeit tue, die Ukraine anzugreifen und ukrainische Zivilisten zu töten. Putin sei ein Imperialist. 

Bei den schwersten russischen Luftangriffen mit Raketen und Drohnen seit Ende Juli wurden nach ukrainischen Angaben seit Mittwochabend mehr als ein Dutzend Menschen in der Hauptstadt Kiew getötet.

lro/dpa