In dem polnischen Dorf Osiny, etwa 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, ist laut polnischen Regierungsangaben eine russische Drohne in ein Maisfeld gestürzt und dort explodiert. Man habe es mit einer Provokation Russlands zu
tun, sagte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz am Mittwochnachmittag.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Damit bestätigte Kosiniak-Kamysz einen bereits zuvor geäußerten Verdacht der Behörden. Zunächst hatte der zuständige Staatsanwalt bei einer Pressekonferenz am Absturzort gesagt, es handele sich „aller Wahrscheinlichkeit nach“ um eine Militärdrohne. „Es wurde durch die Einwirkung von Sprengstoff beschädigt“, fügte er hinzu. Woher diese stamme war aber zunächst unklar. 

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Bereits früh konnten Ermittler ausschließen, dass es sich um eine zivile Drohne handele, die von Schmugglern eingesetzt worden sei. Kosiniak-Kamysz hatte zunächst auch diese Möglichkeit in Betracht gezogen.

Unbekanntes Flugobjekt stürzt in Polen in Maisfeld
Polizei sichert das Gebiet eines Maisfeldes in Osiny (Ostpolen).© Wojtek Jargilo/PAP/dpa | Wojtek Jargilo

Laut neuesten polnischen Angaben, handelt es sich bei dem Flugobjekt um eine Version der russischen Gerbera-Drohne. Diese werde regelmäßig zu Ablenkungszwecken bei Russlands Luftangriffen auf die Ukraine eingesetzt.

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Polizei und Armee durchsuchen das Gebiet

Die Drohne war am frühen Morgen in das Feld nahe der Ortschaft Osiny etwa hundert Kilometer südöstlich von Warschau gefallen. Aufnahmen des örtlichen Portals LukowTV zeigten einen Lichtblitz und dann einen lauten Knall. In mehreren Häusern in der Nähe gingen Fenster zu Bruch. Verletzt wurde niemand.

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Die von Anwohnern gerufenen Polizeibeamten fanden am Einschlagsort verbrannte Trümmer aus Plastik und Metall. Das Portal Onet veröffentlichte Bilder aus sozialen Netzwerken, auf denen ein verkohlter Motor mit einem Propeller zu sehen war. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz sagte, Polizei und Armee seien derzeit dabei, das gesamte Gebiet zu sichern und zu durchsuchen. Auch Hubschrauber und Aufklärungsdrohnen seien im Einsatz. 

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Der Einschlagsort liegt 120 Kilometer von Polens Grenze zur Ukraine und 100 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist das EU- und Nato-Mitgliedsland Polen zum Frontstaat geworden. Im November 2022 war in dem ostpolnischen Dorf Przewodow eine Rakete eingeschlagen, zwei Männer waren getötet worden. Soweit bisher bekannt, war es eine verirrte ukrainische Flugabwehrrakete.

pau/dpa/AFP