„Europäische und britische Unterstützer des Konflikts sind in Panik“, so fasst Kirill Dmitriew, Putins Sonderbeauftragte für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, zusammen, was derzeit Russlands politische Elite erfreut. Dmitriew war mit dabei bei der kurzen Stippvisite in Alaska, quasi beim Nachbarn. Die Bilder vom Empfang Wladimir Putins auf dem Rollfeld durch seinen amerikanischen Amtskollegen Donald Trump laufen in vielen Medien Russlands fast als Dauerschleife. Gezeigt wird: Männerfreundschaft. Gemeint ist: Zwei großartige Staatsmänner bringen der Welt den Frieden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„Die Wladimir Putin in Alaska zuteil gewordenen Ehrungen zeigen, dass Trump und der einflussreiche Teil des amerikanischen Establishments, der nun hinter der aktuellen Regierung steht, den tatsächlichen Einfluss Russlands in der Welt erkennen“, triumphiert Konstantin Dolgow, Diplomat und Mitglied des russischen Föderationsrates.

Melania Trump schreibt Brief an Putin – in Russland wird er zur Kenntnis genommen
Selbst der Brief von Präsidentengattin Melania Trump, den die First Lady ihrem Ehemann mitgegeben hatte, fand Eingang in die Berichterstattung russischer Medien. Melania ging es um die ukrainischen Kinder. „Indem Sie die Unschuld dieser Kinder schützen, dienen Sie nicht nur Russland, sondern der gesamten Menschheit“, zitiert etwa das Portal rbc.ru aus dem Schreiben, zunächst veröffentlicht von Fox News.
Darüber hinaus findet Melanias Anliegen, die Mahnung zu Frieden und zum Schutz der Kinder in den Kriegsgebieten, in Russland aber nur wenig Interesse.
Artikel über die Ukraine – für Sie recherchiert
Trump-Putin-Treffen: Russlands Parlamentsvorsitzender zieht historischen Vergleich
Schon eher wird auf Historisches verwiesen. Schon einmal sei ein Treffen in Alaska geplant gewesen, so Wjatscheslaw Wolodin, der Vorsitzende des russischen Parlaments. US-Präsident Franklin Roosevelt wollte am gleichen Ort Josef Stalin treffen. „Roosevelts Idee, sich mit dem Staatsoberhaupt der Sowjetunion in Alaska zu treffen, wurde 82 Jahre später von Putin und Trump in die Tat umgesetzt. Das sind die historischen Parallelen“, schreibt Wolodin auf seinem social-media-Account.
Es scheint, als hätte Wladimir Putin seine Hauptforderung durchgesetzt, zumindest bei Trump: Kein Nato-Beitritt der Ukraine und Gebietsabtretungen, zumindest in der Ostukraine.

Politologe wertet Gipfel als Erfolg Putins
Und die Ukraine und ihre Verbündeten? Zwar wurde das aus Sicht der Europäer schlimmste Szenario, ein Deal über den Kopf der Ukrainer hinweg, vorerst nicht zur Realität. Doch die Ernüchterung nach den intensiven Absprachen im Vorfeld – auch mit Trump – ist deutlich spürbar. Wie es nun weitergeht, das dürfte davon abhängen, wie der Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seiner Verbündeten am Montag in Washington verläuft – und mit welchen Forderungen er dort konfrontiert wird. Rückendeckung bei Trump erhält Selenskyj von Bundeskanzler Friedrich Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
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And the winner is? „Das Gesamtergebnis des Gipfels in Alaska lässt sich in einer Zeile zusammenfassen. Hätte Trump Putin überzeugt, einen Waffenstillstand zu akzeptieren, wäre das Treffen sein Erfolg gewesen, jedes andere Ergebnis wäre Putins Erfolg gewesen“, meint der renommierte Politologe Alexander Baunow vom ‚Carnegie Russia Eurasia Center‘: „Genau dieses Ergebnis haben wir.“









