Angesichts horrender Pensionslasten ist der Streit um die Verbeamtung von Lehrern voll entbrannt. Die Debatte ist überfällig und eröffnet für die Staatskasse – aber auch für Lehrer und Schüler – mehr Chancen als Risiken. Zunächst geht es nicht um die aktuellen Beamtinnen und Beamten, sie müssen sich auf Zusagen ihres Dienstherren verlassen können.

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Künftige Lehrerinnen und Lehrer sollten sich dagegen auf einen normalen Angestelltenstatus einstellen. Ein Lehrer ist kein Polizist. Es gibt keinen zwingenden Grund, dass ein Lehrer Beamter sein muss. Viele Menschen im öffentlichen Dienst tragen riesige Verantwortung. Warum sollte das für Lehrer nur im Beamtenstatus möglich sein? Der Boom der Privatschulen zeigt, dass es anders gut funktionieren kann.

Angestellte Lehrer sind keinen Deut schlechter als Beamte

Einige Bundesländer haben gute Erfahrungen mit angestellten Lehrern gemacht. Sie sind keinen Deut schlechter als Beamte. Die Verbeamtung erlebt ihr Comeback derzeit nur, weil sich die Länder in Zeiten akuten Lehrermangels gegenseitig die Lehrkräfte abwerben. Der Beamtenstatus als Lockvogel – diese Zeiten sollten angesichts der demoskopischen Kurve vorbei sein.

Jörg Quoos
Jörg Quoos ist Chef der Zentralredaktion© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Das muss nicht zum Nachteil der Lehrer sein. Sie gehören für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit gut bezahlt und im freien Markt kann der Spielraum dafür höher sein. Statt teurem Beamtentum braucht es Digitalisierung, moderne Ausstattung, funktionierende Schulgebäude und zeitgemäße Weiterbildung für alle.

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Und zur Wahrheit gehört auch: Richtig schlechte Lehrer werden heute zwangsversetzt und auf andere Schüler losgelassen. Einem schlechten angestellten Lehrer kann gekündigt werden.