Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Dienstagabend kurzfristig eine vertrauliche Krisenrunde im Kanzleramt einberufen. Laut einem exklusiven Bericht der „Bild“ traf der Kanzler gegen 20.45 Uhr ein, um mit einer kleinen Gruppe aus CDU-Führungspersonal über interne Probleme zu beraten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Teilnehmer seien unter anderem Bildungsministerin Karin Prien, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Auffällig: Viele prominente Parteivertreter, darunter Ministerpräsidenten und Präsidiumsmitglieder, seien nicht eingeladen worden.

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Nach Informationen der Bild ging es in der Runde um mehrere politische Fehltritte und deren Folgen. Dazu zähle die umstrittene Entscheidung, Rüstungsexporte nach Israel zu drosseln. Auch das nicht eingelöste Versprechen einer Stromsteuersenkung sowie das Durcheinander bei der Wahl neuer Richter für das Bundesverfassungsgericht hätten auf der Agenda gestanden.

Merz soll mit seinen Parteivizes beraten haben, wie sich solche politischen Pannen künftig verhindern lassen. Die Kritik am Kanzler kommt inzwischen nicht nur von der Opposition, sondern auch aus der CSU und aus einflussreichen Landesverbänden wie Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Das Krisentreffen fand nur einen Tag vor einem geplanten Video-Gipfel mit US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj statt – ein Termin, der für Merz nun zusätzlich unter dem Eindruck interner Spannungen steht.