Wer mit Gas heizt, soll künftig etwas weniger zahlen: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Abschaffung der Gasspeicherumlage für Verbraucher auf den Weg gebracht. Unternehmen und Privatkunden sollen von der Umlage befreit werden. Stattdessen sollen die Kosten für die Befüllung der Gasspeicher künftig aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) bezahlt werden.
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Die Umlage liegt derzeit bei 2,89 Euro pro Megawattstunde. Mit der Abschaffung spart eine vierköpfige Familie, die in einem Einfamilienhaus 20.000 Kilowattstunden Gas im Jahr verbraucht, nach Angaben der Vergleichsplattform Verivox künftig 69 Euro im Jahr. Für einen Paar-Haushalt mit einem Verbrauch von 12.000 Kilowattstunden ergeben sich 41 Euro Entlastung, eine alleinlebende Person mit 5000 Kilowattstunden Verbrauch spart noch 17 Euro. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach davon, dass eine durchschnittliche vierköpfige Familie um „bis zu 60 Euro im Jahr“ entlastet würde.
Gasspeicherumlage: Insgesamt kostet die Abschaffung 3,4 Milliarden Euro im Jahr
Neben Privatverbrauchern profitieren auch Unternehmen, die Gas nutzen, von der Entscheidung der Bundesregierung. Insgesamt geht es um 3,4 Milliarden Euro im Jahr, die künftig aus dem KTF kommen sollen. Der Bundestag muss der Abschaffung noch zustimmen.
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Die Abschaffung der Umlage hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag festgehalten. Sie ist Teil eines Pakets zur Entlastung bei Energiekosten. Dazu hatte auch die Senkung der Stromsteuer für alle gehört, ob die noch kommt, ist allerdings offen. Zuletzt hatten Parlamentarier signalisiert, in den Haushaltsverhandlungen einen Weg zu suchen, um die Steuer nicht nur für Industrie und Landwirtschaft, sondern alle Stromkunden zu senken.





