Angesichts der Bedrohung aus Russland will Polen zur größten Panzerstreitmacht Europas werden. Bis zum Jahr 2031 will das östliche EU-Land insgesamt 1100 Panzer betreiben – nach jetzigem Stand so viele wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien zusammen, berichtet der „Focus“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Um dieses Ziel zu erreichen hat das Land erst in dieser Woche einen Vertrag über 25,1 Milliarden Złoty (rund 5,9 Milliarden Euro) zum Kauf von 180 weiteren Panzern vom Typ K2 aus Südkorea abgeschlossen.
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Panzer sollen direkt in Polen gebaut werden
61 Panzer des südkoreanischen Modells sollen dabei in Polen selbst gebaut werden: „Wir befinden uns in Gliwice – dem Ort, an dem die polonisierten K2-Panzer hergestellt werden“, sagte der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz. „Dieser Standort ist kein Zufall. Wir wollten zeigen, dass wir in ganz Polen eine Rüstungsindustrie aufbauen und dass der Technologietransfer alle einbezieht.“
Zunächst sollen aber in den kommenden zwei Jahren 116 K2-Panzer aus Südkorea geliefert werden. Diese sollen noch weiter aufgerüstet werden, unter anderem mit einer ferngesteuerten Waffenstation sowie einem Anti-Drohnen- und Raketenabwehrsystem.
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Polen will sich auf möglichen Angriff Russlands vorbereiten
Zudem sollen neben den Panzern 81 Begleitfahrzeuge angeschafft werden, darunter 31 technische Unterstützungsfahrzeuge, 25 Pionierfahrzeuge und 25 Brückenlegepanzer. Auch wollen die Südkoreaner die polnischen Soldaten im Umgang mit den Panzern schulen und ihnen auch Ausbildungsgeräte zur Verfügung stellen.
Polen will sich mit der großen Aufstockung seiner Panzerflotte auf einen möglichen russischen Angriff in den kommenden Jahren vorbereiten. Deswegen sorgte auch die lange Dauer der Verhandlungen zwischen der polnischen Regierung und den südkoreanischen Partnern für Kritik – allerdings sollen laut dem polnischen Verteidigungsministerium die Bedingungen des Deals günstig sein und auch den polnischen Panzerbau wiederbeleben.
jst/FMG






