Queere Aktivistinnen und Aktivisten auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude eine riesige Regenbogenflagge ausgerollt. Die Flagge ist nach Angaben der Aktivist*innen aus der Community (Annet und Qumix*) 400 Quadratmeter groß. Das entspricht fast der Größe eines Basketballfeldes. Bei der Kundgebung gab es Redebeiträge und Musik. Zahlreiche Menschen kamen zur Demonstration und schwenkten Regenbogenflaggen. Unterstützt wurde der Protest von der AHA-Berlin, der Queer Networking Initiative, der Initiative Grundgesetz für Alle und Campact.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Protest richtet sich auch gegen Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU). Diese hatte entschieden, dass – anders als in den Vorjahren – zum Christopher Street Day in Berlin keine Regenbogenflagge auf dem Reichstagsgebäude gehisst wird. Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde dieser Schritt mit dem Satz „Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt“ verteidigt.
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Vor dem Bundesratsgebäude wird die Regenbogenflagge gehisst werden
Anders sieht das dagegen die Präsidentin der Länderkammer, Anke Rehlinger (SPD): Vor dem Bundesratsgebäude wird zum CSD die Regenbogenflagge gehisst werden. Auch vor der Bundeszentrale ihrer Partei, dem Willy-Brandt-Haus, wird es bunt. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und die Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer, Carola Ebhardt und Oliver Strotzer, hissten anlässlich des CSD gemeinsam die sogenannte Progressive-Pride-Flagge.
Zum diesjährigen Berliner CSD werden erneut Hunderttausende Menschen erwartet. Der Demonstrationszug mit 80 Wägen und 100 Fußgruppen zieht ab Mittag von der Leipziger Straße in Schöneberg bis zum Brandenburger Tor. Der Christopher Street Day erinnert an einen Aufstand der queeren Community im New Yorker Stadtteil Greenwich Village im Umfeld der Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street, der am 28. Juni 1969 begann. Auslöser waren wiederholte Polizeikontrollen, Übergriffe und anhaltende Diskriminierung.
jst/dpa, epd





