Im Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den USA will sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) mit US-Präsident Donald Trump während seines Golfaufenthaltes in Schottland treffen. Die Entscheidung dazu sei nach einem „guten Telefonat“ mit Trump gefallen, schrieb von der Leyen auf der Plattform X. Diskutiert werden sollen die „transatlantischen Handelsbeziehungen“ und, wie diese stark gehalten werden können.

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Trump sieht die Chancen für eine Einigung mit der EU derzeit bei etwa 50 Prozent: „Ich würde sagen, wir haben eine 50 zu 50-Chance, vielleicht sogar weniger, ein Abkommen mit der EU zu erreichen“, sagte Trump im Weißen Haus vor dem Abflug. Die EU-Kommission hatte sich am Donnerstag optimistisch geäußert: Eine Einigung sei „in greifbarer Nähe“, sagte ein Sprecher. Informationen aus Diplomatenkreisen hatten in den vergangenen Tagen ebenfalls suggeriert, dass es in den Verhandlungen zwischen Brüssel und Washington Fortschritte gibt.

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Noch ist eine Einigung möglich – unter diesen Bedingungen

Davor hatte bereits Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angedeutet, dass im Handelsstreit eine Einigung bevorstehen könnte. So könnte es auf US-Zölle in Höhe von 15 Prozent und zahlreiche Ausnahmen hinauslaufen. Wie auf der anderen Seite das EU-Zollniveau aussehen würde, blieb allerdings weitgehend unklar.

Am Mittwoch hatte Trump die Senkung von angedrohten Zöllen auf die Einfuhr europäischer Produkte in Aussicht gestellt – wenn die Europäische Union ihren Markt stärker für die USA öffnet. Trump fordert regelmäßig, dass die EU mehr US-Waren kauft. Außerdem sieht er die EU-Vorschriften für Verbraucher-, Klima- und Datenschutz sowie in Wettbewerbsfragen kritisch.

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EU bereitet sich bereits auf Scheitern von Handelsdeal vor

Trump hatte sich gerade erst mit Japan auf Zölle von 15 Prozent geeinigt – das ist deutlich weniger als ursprünglich geplant. Auch mit der EU verhandeln die USA seit Wochen über einen Handelsdeal, der von Trump bereits angekündigte Zölle von 30 Prozent zum 1. August noch verhindern soll. Die Frist läuft in einer Woche ab.

News aus den USA

Trotz der möglichen Einigung stellte die EU noch am Donnerstag ein Paket von ersten Gegenmaßnahmen scharf. Die EU-Mitgliedstaaten verständigten sich darauf, dass im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit den USA ab dem 7. August EU-Zölle auf US-Produkte im Wert von 93 Milliarden Euro fällig werden sollen.

jst/dpa, AFP