Natürlich ist ein offener Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union grundsätzlich schädlich und überflüssig wie ein Kropf.
Aber wenn Donald Trump es darauf anlegt, und das tut er mit seiner in Erpresser-Tonlage gehaltenen Ankündigung, europäische Produkte ab 1. August mit einem willkürlichen Strafzoll von 30 Prozent zu belegen, dann darf sich einer der größten Wirtschaftsräume der Erde nicht wegducken. Feigheit macht den Narzissten noch umtriebiger.
Auch interessant
Donald Trumps Zoll-Schock: Brüssel muss zurückzahlen
Sollte Trumps per Brief verfügte Wegelagerei keine Verhandlungstaktik sein, um in letzter Minute vorteilhafte Zugeständnisse für die USA einzusammeln, muss Brüssel mit gleicher Münze zurückzahlen.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Ein Zollpaket im Volumen von 120 Milliarden Euro, das von Motorrädern über Jeans bis Erdnussbutter, gerade republikanisch regierten Bundesstaaten wehtun würde, wäre im Worst-Case-Szenario die einzig probate Antwort.

Nicht, weil es in der Sache Sinn machte. Sondern weil Homo Trumpiens nur auf Gegengewalt reagiert. Ziel muss es dann sein, China hat es vorgemacht, nach einer Phase der kontrollierten Eskalation die jeweiligen Zölle auf einem verkraftbaren Niveau einzufrieren.
- Überblick: Straftäter, Präsident, Familienvater – Donald Trump im Steckbrief
- Seine Ehefrauen: Melania, Marla, Ivana – Die Frauen an Trumps Seite
- Armer Milliardär? So groß ist Donald Trumps Vermögen wirklich
- Don, Ivanka und Co.: So erfolgreich sind die Kinder von Donald Trump
Trump hat bei Zöllen Blut geleckt
Trumps 30-%-Zollkeule sollte Europa eine Leere sein. Mit Nettigkeit und auf Verständigung zielenden Argumenten – die Europäer sind bereit, mehr US-Kriegsgerät und Flüssiggas zu kaufen, wechselseitige Zölle ganz abzuschaffen und ihre Märkte für mehr US-Produkte zu öffnen – ist diesem Präsidenten nicht beizukommen. Hier hat die EU ihre Verhandlungsmacht falsch eingeschätzt.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Trump hat nach dem bisherigen Einnahme-Plus durch Zölle Blut geleckt. Er sieht darin das Werkzeug, um seine teuren Steuergeschenke für Reiche teilweise zu kompensieren. Von diesem Ross holt ihn keiner mehr runter.








