Noch immer gibt es keine Einigung über die Bedingungen für eine Waffenruhe im Nahen Osten. Die islamistische Hamas sieht bei den Verhandlungen nach eigenen Angaben weiter ungelöste Streitpunkte. Dies seien die Bereitstellung von Hilfsgütern, der Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen sowie „echte Garantien für einen dauerhaften Waffenstillstand“, teilte die Terrororganisation mit. Über diese drei Kernfragen werde weiterhin verhandelt.

Noch ungelöste Punkte für Waffenruhe mit Hamas

Die Terrororganisation widersprach damit Medienberichten, wonach die meisten Streitpunkte inzwischen bereits geklärt worden seien. Die weiterhin ungelöste Frage sei der teilweise Rückzug der israelischen Streitkräfte während der Waffenruhe, hatten die US-Nachrichtenseite „Axios“ sowie die „Times of Israel“ gemeldet.

Auch interessant

Israel hat den Berichten zufolge inzwischen aber eine neue Karte vorgelegt, die einen weitergehenden Rückzug seiner Streitkräfte darstellt, als zuvor präsentiert. Dadurch sei ein bedeutender Fortschritt in den Gesprächen erzielt worden, hieß es.

Waffenruhe-Bedingung: Geiseln dürfen nach Israel zurückkehren

Bereits vor Beginn der Gaza-Gespräche in der katarischen Hauptstadt Doha, die bereits seit einigen Tagen andauern, hatte die Hamas erklärt, sie sehe noch Klärungsbedarf in den drei besagten Punkten. Die Islamistenorganisation arbeite „weiter ernsthaft und positiv mit den Vermittlern zusammen, um die Hindernisse zu überwinden“, teilte die Hamas weiter mit.

Auch interessant

Zu den Bedingungen für eine Waffenruhe gehöre auch die Freilassung von zehn Geiseln, die sich in der Kontrolle der Hamas befinden, sowie die Rückgabe von neun toten Geiseln beinhalten. Das hatte Steve Witkoff, Donald Trumps Sonderbeauftragter, nach dem letzten Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Dienstag gesagt.

dpa/jle