US-Präsident Donald Trump hat verärgert „alle“ Handelsgespräche mit Kanada aufgekündigt. Grund ist eine Digitalsteuer des Nachbarlandes. „Wegen dieser unerhörten Steuer beenden wir hiermit mit sofortiger Wirkung alle Handelsgespräche mit Kanada“, schrieb Trump am Freitag in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Das Land im Norden der USA werde innerhalb einer Woche erfahren, welche Zölle für Einfuhren fällig würden.
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Die Digitalsteuer, die Trump als Grund für den Abbruch der Handelsgespräche nannte, gilt für Geschäfte amerikanischer Unternehmen. Dies sei „ein direkter und unverfrorener Angriff auf unser Land“, so Trump weiter. Kanada kopiere wohl die Europäische Union, die das auch gemacht habe. Mit der EU gebe es dazu laufende Gespräche, schrieb er weiter.
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Auf amerikanische Unternehmen wartet große Zahlung am Montag
Die kanadische Regierung hatte bereits vor einem Jahr, also noch während der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden, eine neue Digitalsteuer (DST) eingeführt. Laut einem Verband wird aber am Montag eine große Zahlung für US-Unternehmen fällig. Die DST verpflichtet den Angaben zufolge große in- und ausländische Unternehmen zur Zahlung einer dreiprozentigen Steuer auf bestimmte Umsätze, die sie durch Online-Nutzerinnen und -Nutzer in Kanada erzielen.

Mit dem Vorgehen will Kanada eine Besteuerung digitaler Unternehmen dort sicherstellen, wo diese Profit machen – in diesem Fall im amerikanischen Nachbarland.
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Trump hat hohe Zollaufschläge gegen Kanada angekündigt
Trump hatte Anfang April hohe Zollaufschläge gegen zahlreiche Staaten verhängt, er reduzierte sie dann aber kurz darauf für 90 Tage auf zehn Prozent. Ziel ist es, in der Zwischenzeit Zugeständnisse von den Handelspartnern zu erhalten.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Für die EU hatte Trump eine Frist bis zum 9. Juli gesetzt, für Kanada und zahlreiche weitere Länder läuft sie bereits am 8. Juli aus. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte am Donnerstag aber, die Fristen könnten womöglich verlängert werden. Trumps Handels- und Zollpolitik hat an den Aktienmärkten in den vergangenen Monaten immer wieder für Turbulenzen gesorgt. Die USA sind für Kanada mit Abstand der wichtigste Handelspartner.
dpa/AFP/jle








