Donald Trump präsentiert sich als „Friedensfürst“: Der US-Präsident beansprucht für sich, quasi im Alleingang Ordnung und Stabilität im Nahen Osten hergestellt zu haben. Nach dem massiven Bombenangriffen auf das iranische Atomprogramm hält die Waffenruhe zwischen Israel und dem Regime in Teheran – auch wenn fraglich ist, ob die Anlagen in Fordo, Isfahan und Natanz bei den US-Attacken tatsächlich vollständig zerstört worden sind.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Trump will daran ganz offensichtlich keine Zweifel aufkommen lassen: Er veröffentlichte in der Nacht zu Mittwoch auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social ein Video, dass offenbar die Überlegenheit der amerikanischen B2-Bomber demonstrieren soll. Und für den Iran demütigender nicht sein könnte. Zu sehen sind – wohl KI-generierte – Flug- und Bomben-Abwurfszenen von B2-Bombern, die den Iran am vergangenen Wochenende mit bunkerbrechenden Bomben angegriffen hatten.

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Trump veröffentlicht Video: „Sag‘ dem Ayatollah: Wir stecken dich in einen Sarg“

Unterlegt sind die Szenen mit einer Coverversion des Regents-Klassikers „Barbara Ann“, der in der Version der Beach Boys zu einem Welthit wurde. In der Fassung der Band Vince Vance & the Valiants aus dem Jahre 1980, die Trump nun verwendet, heißt es: „Bombt den Iran!“. Hinzu kommen Zeilen wie „Der alte Uncle Sam ist bereit. Es ist Zeit, den Iran in einen Parkplatz zu verwandeln“. Oder: „Sag‘ dem Ayatollah: Wir stecken dich in einen Sarg“. Das Zusammenspiel aus Oldie-Sommerhit und Kriegsszenen könnte bizarrer nicht sein.

Die Tarnkappenbomber vom Typ B-2 spielten bei dem US-Angriff auf Ziele im Iran am Wochenende eine entscheidende Rolle. (Archivbild)
Die Tarnkappenbomber vom Typ B-2 spielten bei dem US-Angriff auf Ziele im Iran am Wochenende eine entscheidende Rolle. (Archivbild)© David Smith/FR172245 AP/AP/dpa

Das Social-Media-Dauerfeuer des US-Präsidenten ist leidlich bekannt, genau wie sein Umgang mit KI-generierten Videos. Prominentestes Beispiel: Ende Februar teilte er ein Video, das eine groteske Zukunftsvision des Gazastreifens zeigt und für internationales Aufsehen sorgte.

Israel hatte vor gut zehn Tagen einen Krieg gegen seinen Erzfeind Iran begonnen. Mit massiven Luftangriffen gegen Ziele im ganzen Land wollte es Irans Atomprogramm und die Entwicklung ballistischer Raketen stoppen. Seit Dienstag gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Der Iran hatte in der Vergangenheit stets betont, dass sein Atomprogramm nicht der Entwicklung von Atomwaffen diene.