Zusammenfassung

  • Die Operation „Midnight Hammer“ der US-Airforce setzte sieben B2-Stealth-Bomber ein, um 14 GBU-57 „Massive Ordnance Penetrator“-Bomben auf iranische Atomanlagen abzuwerfen.
  • Der B-2-Bomber, das teuerste Militärflugzeug der Welt, ist mit Tarnkappentechnologie ausgestattet und kann schwer verteidigte Ziele erreichen, während er über 6000 Seemeilen ohne Auftanken fliegt.
  • Die GBU-57-Bombe, exklusiv für die US-Streitkräfte, ist eine massive Bunkerbrecher-Bombe, die bis zu 60 Meter tief eindringen kann und eine Sprengkraft besitzt, die zehnmal höher ist als die ihres Vorgängers.

Das teuerste Fluggerät der US-Airforce – und die größte Bombe unterhalb von Nuklearwaffen: Das waren die beiden wichtigsten Komponenten bei den Angriffen auf iranische Atomanlagen. Insgesamt sieben B2-Stealth-Bomber kamen in der Operation „Midnight Hammer“ zum Einsatz und warfen 14 GBU-57/„Massive Ordnance Penetrator“-Bomben ab. Die Details zu den Waffen lesen Sie hier.

Was sind B-2-Bomber?

Der US-amerikanische B-2 kostet etwa 2,1 Milliarden Dollar pro Stück – und ist damit das teuerste Militärflugzeug, das jemals gebaut wurde. Der vom Rüstungskonzern Northrop Grumman hergestellte Bomber ging Ende der 1980er Jahre in Produktion, wurde jedoch durch den Zusammenbruch der Sowjetunion gebremst. Nach der Kürzung des geplanten Beschaffungsprogramms des Pentagon wurden weniger als zwei Dutzend Modelle gebaut. Alle 19 heute aktiv nutzbaren Bomber sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Whitman im US-Bundesstaat Missouri stationiert. Sechs davon kamen laut Pentagon am Samstag zum Einsatz.

Die Reichweite des Bombers von über 6000 Seemeilen (rund 11.000 km) ohne Auftanken ermöglicht weltweite Einsätze. Im aktuellen Fall waren die Maschinen 37 Stunden mit Zwischenstopps unterwegs. Sie wurden von acht Tankflugzeugen begleitet.

19  aktiv nutzbare Tarnkappenflugzeuge der B-2-Bomber gibt es. Eine B-2 kostet rund 2,1 Milliarden Dollar.
19 aktiv nutzbare Tarnkappenflugzeuge der B-2-Bomber gibt es. Eine B-2 kostet rund 2,1 Milliarden Dollar.© AFP | -

B-2-Bomber: An Bord gibt es ein Klo, ein Aufklappbett und eine Mikrowelle

Laut „Bild“ ist der B-2-Bomber mit einigen Extras ausgestattet, die den langen Flug komfortabler machen sollen. Er soll über automatisierte Systeme verfügen, sodass die Piloten nicht über die gesamte Flugzeug hinweg konzentriert sein müssen. Ein Campingbett zum Aufklappen könne genutzt werden für kurze Erholungspausen.

An Bord können die Piloten dem Bericht zufolge eine kleine Toilette benutzen. Außerdem gebe es eine Mikrowelle, in der Fertiggerichte aufgewärmt werden können. Ein Kühlschrank für Snacks soll ebenfalls im Hightech-Flugzeug vorhanden sein.

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Eines der Hauptmerkmale der B-2-Bomber ist ihre Tarnkappentechnologie. Das Flugzeug kann damit Flugabwehrsystemen ausweichen und schwer verteidigte Ziele erreichen. Es ist aerodynamisch effizient und kann zwei GBU-57-Bomben (insgesamt 28.000 kg) transportieren.

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Aufgrund dessen, was die Luftwaffe als „low-observable technologies“ (schwer erkennbare Technologien) bezeichnet, verfügt die B-2 über eine „hohe Handlungsfreiheit in großen Höhen“. Sie wurde mit einer Kombination aus „reduzierten Infrarot-, Akustik-, Elektromagnetik-, Sicht- und Radarsignaturen“ gebaut. Dies, zusammen mit Verbundwerkstoffen, speziellen Beschichtungen, dem Flügeldesign und anderen geheimen Details, macht die B-2 selbst für die modernsten Verteidigungssysteme schwer zu erkennen und zu verfolgen.

Was ist der „Massive Ordnance Penetrator?

Nur die US-Streitkräfte besitzen die einzigartige Bunkerbrecher-Bombe GBU-57. Die als „Massive Ordnance Penetrator” bekannte Bombe (kurz MOP), wurde laut Luftwaffe entwickelt, um „tief vergrabene Anlagen und gehärtete Bunker und Tunnel“ anzugreifen. Sie wird durch militärisches GPS gesteuert. Die MOP ist laut Angaben des Pentagon etwa sechs Meter lang und hat einen Durchmesser von fast 80 Zentimetern.

Nahostkonflikt - Bunkerbrecher USA
Luftwaffenangehörige auf dem Luftwaffenstützpunkt Whiteman in Missouri sehen sich einen Bunkerbrecher GBU-57 (Massive Ordnance Penetrator) an.© Uncredited/US Air Force/dpa | Uncredited

Die Bombe wiegt knapp 14 Tonnen, davon sind etwa 2400 Kilogramm Sprengstoff. Die Luftwaffe gibt an, dass die Sprengkraft der MOP mehr als zehnmal so hoch ist wie die ihres Vorgängers, der BLU-109. Sie ist so konstruiert, dass sie bis zu 60 Meter tief in den Boden eindringt, bevor sie explodiert.

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Der Sprengkopf ist in einer speziellen Hochleistungsstahl-Legierung eingeschlossen, die es ihm ermöglichen soll, eine große Sprengladung zu transportieren und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit des Penetrator-Gehäuses beim Aufprall zu gewährleisten.

Nach Angaben der Hersteller Boeing und Northrop Grumman ist die MOP so schwer, dass sie nur von Langstreckenbomber vom Typ B-2 transportiert und abgeworfen werden kann. Die US-Luftwaffe hatte vor dem Einsatz im Iran nach eigenen Angaben nur 20 dieser nie zuvor unter realen Kriegsbedingungen eingesetzten Bomben zur Verfügung. Nach vorläufigen Angaben des Pentagon wurden 14 dieser Bomben auf die unterirdische Atomanlage Fordo und auf die Anlage in Natanz abgeworfen.