Zypern ist aufgrund der weiteren Eskalation des Nahostkonfliktes in Sorge und hat nun Schutzmaßnahmen eingeleitet. Das EU-Land hat ein Handy-Warnsystem aktiviert, mit dem Bürgerinnen und Bürger Schutzbunker in ihrer Nähe finden können. Nach Angaben des Innenministeriums gibt es in Zypern über 2.200 geöffnete Schutzbunker und -räume. In der App finden die Inselbewohner außerdem Informationen, wie sie sich im Falle eines Angriffs schützen können.
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Unter dem Namen „Hestia“ hat das Land bereits am Freitag einen Evakuierungsplan aktiviert, der im Falle einer weiteren militärischen Eskalation zwischen Israel und Iran greifen könnte. Der Plan richtet sich Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis zufolge an EU-Bürgerinnen und Bürger, aber auch an Menschen aus anderen Staaten.
Zypern: Bewohner können nachts Angriffe des Irans am Himmel sehen
Der Plan legt fest, dass Geflüchtete erstmal in Zelten, Schulen oder Hotels unterkommen sollen, bevor eine Weiterreise in das jeweilige Heimatland möglich ist.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Republik Zypern liegt rund 250 Kilometer von Israel entfernt. Damit handelt es sich um das EU-Land, das am dichtesten an dem Nahost-Konflikt liegt. Wie zyprische Medien berichteten, können die Inselbewohner nachts die Angriffe Irans sowie die Raketenabwehr Israels in der Luft beobachten.
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Neben der geografischen Nähe Zyperns gibt es einen weiteren Faktor, der die Behörden besorgt: Großbritannien hat zwei souveräne Militärstützpunkte auf der Insel. Zypern befürchtet, dass die britischen Stützpunkte Angriffsziele werden könnten. Bislang ist nicht bekannt, ob Großbritannien von Zypern aus Israel im Krieg gegen den Iran geholfen hat.
Großbritannien hat seine Reisehinweise für Zypern bereits verschärft. Auf der Seite des deutschen Außenministeriums ist ein solcher Hinweis für Reisende bislang nicht zu finden. Darüber hinaus wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den zyprischen Flughäfen Larnaka und Paphos wurden erhöht, nachdem einige israelische Fluggesellschaften nach Ausbruch des Krieges mit Iran Flüge nach Zypern umgeleitet hatten.
dpa/emi





