Selten war eine deutsch-amerikanische Spitzenbegegnung mit so viel Lampenfieber begleitet wie der Antrittsbesuch von Friedrich Merz beim 47. Präsidenten der USA. Die Sorge vor einer harten Kontroverse und die akribische Vorbereitung hätte sich der Kanzler jedoch schenken können.

Bei Trump zu Gast: Merz konnte nur kurze Bemerkungen machen

Die Bilder, die aus dem Oval Office übertragen wurden, zeigten eine sprunghafte Pressekonferenz mit Fragen zu China, dem Unterschriftenautomaten, zu Musk und zu Ägyptern, die künftig nicht einreisen dürfen. Der deutsche Gast? Friedrich Merz war eine Randfigur in dieser Live-Show und konnte mit übereinandergeschlagenen Beinen nur kurze Bemerkungen unterbringen.

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Der Anteil seiner Redezeit war fast nicht messbar, aber diese wenigen Minuten hat der Kanzler zumindest genutzt, u.a. mit der wichtigen Botschaft: Die Ukraine ist das einzige Opfer in diesem Krieg und nur die USA unter Donald Trump sind in der Lage, diesen Krieg zu beenden. 

Merz sei ein „schwieriger Mann“, sagte Trump

Die „schlimmste“ Attacke auf den Deutschen war der Hinweis, Merz sei „ein schwieriger Mann“, was Trump nicht wirklich böse meinte. Sogar einen kumpelhaften Klaps auf das Bein hatte Trump für den Mann aus Deutschland parat. Ein aggressives oder spannungsvolles Verhältnis sieht anders aus. Es war harmlos im Oval Office.

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Entscheidend ist, was unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit von Merz und Trump besprochen wurde, ob Merz Trump zu weiteren Schritten gegen Putin ermuntern und ob er ein Umdenken im Zollkrieg erreichen konnte. Eine gute atmosphärische Basis, das zeigten die freundlichen Bilder aus dem Oval Office, ist dafür jedenfalls vorhanden.