Es soll einfach nicht sein mit guten Nachrichten für die deutsche Wirtschaft: Erst korrigierten am Mittwoch die sogenannten Wirtschaftsweisen ihre Wachstumsprognose nach unten, sagen nun das dritte Jahr in Folge ohne Wirtschaftswachstum voraus – ein Novum. Dann musste die neue Bauministerin Verena Hubertz (SPD) am Freitag verheerende Neubauzahlen kommentieren. Mit knapp 252.000 fertiggestellten neuen Wohnungen ist die anhaltende Wohnungsnot nicht zu lindern.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zwar gab es auch einen Lichtblick: Die deutsche Wirtschaft war im ersten Quartal doppelt so stark gewachsen wie erwartet. Doch diesen zarten Hoffnungsschimmer machte US-Präsident Donald Trump wenig später wieder zunichte: 50 Prozent Strafzölle ab Juni auf alle EU-Produkte drohte er an. Die jüngsten Zeichen der Entspannung im von ihm angezettelten globalen Handelskonflikt, etwa das Abkommen mit Großbritannien oder die befristete Teil-Aussetzung der Strafzölle mit China, scheinen dahin.
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Trumps Aussagen haben eine kurze Halbwertszeit. Gut möglich, dass er in wenigen Tagen von einem „historischen Deal“ mit der EU fabuliert. Ebenso möglich ist es aber, dass er den Zollstreit eskalieren lässt. Die EU ist auf beide Szenarien vorbereitet. China hat vorgemacht, dass man Trump im Handelskonflikt an seine Grenzen bringen kann.

Der Schaden aber wäre bei einer Eskalation dennoch da. Es liegt daher auch an Kanzler Friedrich Merz (CDU), die versprochene Wirtschaftswende nun entschlossen anzugehen und die heimische Wirtschaft trotz des Gegenwinds aus Übersee zu stärken. Maßnahmen wie die Innovationsabschreibungen liegen auf dem Tisch. Die Regierung darf mit der Umsetzung keine Zeit verlieren.





