An Hiobsbotschaften mangelt es der deutschen Wirtschaft nicht. Zur Wochenmitte korrigierten die Wirtschaftsweisen ihre Jahresprognose nach unten, sagten der Wirtschaft ein Null-Wachstum voraus. Käme es so, wäre es das dritte Jahr ohne Wachstum in Folge – ein Novum. Am Freitag folgte eine bittere Nachricht aus der Baubranche: Im vergangenen Jahr wurden nur rund 252.000 Wohnungen neu gebaut. Zur Erinnerung: Geplant waren einmal 400.000 neue Wohnungen pro Jahr.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Aber es gab auch eine gute Nachricht: Im ersten Quartal ist die deutsche Wirtschaft doppelt so stark gewachsen, wie erwartet worden war. Zur Einordnung gehört, dass eine Verdopplung bei einer Prognose von nur 0,2 Prozent recht schnell erreicht ist. Dennoch: Die 0,4 Prozent Wachstum sind ein Lichtblick.
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Es liegt nun an der schwarz-roten Regierung, schnell Impulse zu setzen, um die Wirtschaft in Fahrt zu bringen, um den Pessimismus abzustreifen und eine neue positive Grundstimmung zu schaffen. Erfreulich ist, dass die privaten Konsumausgaben in den ersten drei Monaten gewachsen sind. Die Bereitschaft, Geld auszugeben, steigt.

Gelingt es der neuen Bundesregierung mit zielgerichteten Anreizen, sei es mit den geplanten Abschreibungen auf Investitionen für Firmen, neuen Programmen auf dem Wohnungsmarkt oder einer neuen Förderung bei der Elektro-Mobilität, diese Stimmung zu verstärken, könnte die Wirtschaft wieder Fuß fassen. Wichtig dabei: Es braucht Verlässlichkeit. Ein Chaos wie bei der Ampel-Koalition, als Programme abrupt endeten oder Fördertöpfe leer waren, bevor Verbraucher überhaupt die Chance hatten, Gelder oder Kredite zu beantragen, darf nicht noch einmal passieren.





