Es ist eine unheimliche Visualisierung, die insbesondere in Taiwan für Schrecken sorgen dürfte: Eine gigantische chinesische Drohne lässt Dutzende kleinere Drohnen frei. Mit seinem neuesten Projekt Jiu Tan, übersetzt „hoher Himmel“, will China seine Vorreiterrolle in Sachen Drohnentechnologie unterstreichen. Wie unter anderem der britische „Telegraph“ berichtet, kann das Drohnen-Mutterschiff bis zu 100 Drohnen transportieren, aber auch Marschflugkörper oder Luft-Luft-Raketen mittlerer Reichweite.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Der Carrier hat eine Flügelspannweite von 25 Metern, kann zwölf Stunden fliegen und dabei bis zu 7000 Kilometer zurücklegen. Es verfügt über ein Startgewicht von 16 Tonnen und eine Transportkapazität von sechs Tonnen. Laut staatlichen Medien befindet sich der Jiu Tan aktuell in der Testphase und soll in den kommenden Monaten seinen Jungfernflug antreten.

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Das Drohnen-Mutterschiff kann laut Entwicklern seine bis zu 100 Drohnen gleichzeitig freilassen, was es für die Verteidiger extrem schwer macht, den Angriff abzuwehren. Diese Drohnenschwärme können für Überwachung und Aufklärung, aber auch für direkte Attacken genutzt werden. Durch seine große Flughöhe ist der Carrier nur schwer für Radarsysteme erkennbar.

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Spätestens der russische Krieg gegen die Ukraine zeigt, dass Drohnen inzwischen eine entscheidende Rolle in der modernen Kriegsführung spielen. Schon jetzt verfügt China über eine große Drohnenkapazität. So testete das Land Anfang des Jahres das erste unbemannte Transportflugzeug, das mehr als eine Tonne Güter transportieren kann.

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Laut Beobachtern will China durch die Entwicklung des Jiu Tan seine Luftkapazitäten auf das Niveau der USA heben. Das Drohnen-Mutterschiff könnte laut Experten ein potenzieller Konkurrent zweier amerikanischer Trägerraketen sein, der RQ-4 Global Hawk und der MQ-9 Reaper – die allerdings nicht zu derartigen Schwarmangriffen in der Lage sind. Es wird befürchtet, dass China den Jiu Tan auch für einen möglichen Angriff gegen Taiwan nutzen könnte.

jst/FMG