Der US-Geheimdienst CIA macht mit einer kuriosen Aktion auf sich aufmerksam – und erzürnt China. Am Donnerstag (Ortszeit) startete der US-Geheimdienst eine neue Rekrutierungskampagne, die sich gezielt an unzufriedene Mitglieder der Kommunistischen Partei richtet. Das Ziel: Dissidenten anwerben und möglichst viel Wissen über Chinas politische, wirtschaftliche und militärische Pläne zu erhalten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Kern der Kampagne sind zwei Videos, die derzeit in den sozialen Netzwerken kursieren. Untertitelt und gesprochen auf Mandarin. Im ersten Video wird die Geschichte eines KP-Mitglieds erzählt, der sich von politischer Säuberung bedroht fühlt. Das Video soll offenbar Parteimitglieder ansprechen, die die autoritäre Politik unter Xi Jingping kritisch sehen. Das Video trägt den passenden Namen: „Why I Contacted CIA: To Take Control of My Fate“.

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CIA: Strategie funktioniert – Häme in chinesischem Netzwerk

Im zweiten Video geht es ebenfalls um einen jungen Mann, für den sich die Verheißungen der kommunistischen Partei nicht erfüllen – er hat keine Karriere und sieht keine Zukunft in dem autoritären Land. Wie man aus China anonym Kontakt mit dem US-Geheimdienst aufnehmen kann, dafür liefern die Videos gleich die passende Anleitung mit. Den künftigen Dissidenten werden sichere Browsersoftware und VPN-Verbindungen empfohlen.

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Über Umwege dürften die Videos trotz Zensur auch in China zugänglich sein. Auf der chinesischen Plattform Weibo können sie zwar nicht gepostet werden, dennoch lösten sie Diskussionen aus – und Häme. „Der Imperialismus will uns zerstören, gebt nicht auf und haltet zusammen“, heißt es auf einem regierungsnahen Account. ​​​Positive Reaktionen gibt es dort nicht zu lesen – doch das dürfte dem US-Geheimdienst egal sein. „Wir würden das nicht tun, wenn es nicht so gut funktionieren würde“, sagte ein CIA-Mitarbeiter laut mehreren Medienberichten gegenüber Reuters.

lro