Die USA sollen Migranten aus Vietnam, Myanmar und anderen Ländern in den Sudan abgeschoben haben – obwohl ein Bundesgericht dies untersagt hatte. Laut einem Medienbericht hätten dies die Anwälte der Betroffenen in einer Eilmeldung vor Gericht mitgeteilt.
Abschiebungen in den Sudan: USA sollen zehn weitere planen
Wie die „Washington Post“ am Dienstag (Ortszeit) schrieb, habe ein Beamter der Bundeseinwanderungsbehörde laut Gerichtsakten bestätigt, dass mindestens ein Einwanderer in das afrikanische Land abgeschoben worden sei. Die Ehefrau eines Vietnamesen habe außerdem berichtet, dass ihr Ehemann und mindestens zehn weitere Menschen für die Abschiebung in das Land vorgesehen seien.
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Die Anwälte der Betroffenen prangerten an, dass die Abschiebungen gegen eine Anordnung des US-Bezirksrichters Brian E. Murphy verstoßen würden. Dieser hatte der US-Regierung verboten, Menschen in ein Land abzuschieben, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen. Die Migranten hätten zudem keine Möglichkeit gehabt, gerichtlich gegen ihre Abschiebung vorzugehen.
Migrant sollte eigentlich nach Libyen abgeschoben werden
Vor einigen Wochen erst hatte das US-Heimatschutzministerium eingeräumt, schreibt die Post weiter, dass sich der Sudan in einem „anhaltenden bewaffneten Konflikt“ befinde. Eine Abschiebung in ein Land, das möglicherweise in einen Bürgerkrieg gerate und in denen Menschen Schaden nehmen könnten, sei durch vorherige Gerichtsbeschlüsse bereits verboten worden, argumentierte Bundesrichter Murphy.
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Der nun in den Sudan abgeschobene Mann gehöre laut dem Bericht zu einer Gruppe von Migranten, die die USA eigentlich nach Libyen abschieben wollte.





