Erst festnehmen und dann weiter mitten in ein Kriegsgebiet: So lautete offenbar der grausame Plan der US-Regierung um Donald Trump. Die USA sollen versucht haben, abgeschobene Migranten an die Ukraine zu vermitteln. Wie Recherchen der „Washington Post“ ergeben haben, soll die Trump-Regierung die Ukraine in Verhandlungen dazu gedrängt haben, US-Abgeschobene aufzunehmen.

Seit drei Jahren befindet sich die Ukraine im Krieg mit Russland

Um wie viele Menschen es dabei gehen sollte, sei nicht beziffert worden. Feststehe jedoch, das Kriegs-zerrüttete Land sollte Menschen aufnehmen, die keine US-Staatsbürgerschaft haben und aus diesem Grund die USA verlassen sollten. Dies gehe aus Dokumenten hervor, die der Washington Post vorliegen, wie das Blatt am Dienstag schrieb. Der Vorschlag findet vor dem Hintergrund statt, dass sich die Ukraine seit drei Jahren im Krieg mit Russland befindet und auf finanzielle Unterstützung auch von den USA angewiesen ist.

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Aus den Dokumenten geht laut Post nicht hervor, wie die Behörden in Kiew auf das Gesuch des hochrangigen US-Diplomaten aus dem Januar 2025 reagiert haben. Auch andere Länder sollen darum gebeten worden sein, Migranten aus den Vereinigten Staaten aufzunehmen.

Trump will Abschiebungen von Migranten schnell vorantreiben

Die Washington Post sieht in dem Vorgehen einen weiteren Beleg dafür, dass Trump die Abschiebungen weiter vorantreiben will und dafür weitere Partner-Länder sucht. Regierungen Lateinamerikas, darunter El Salvador, Mexiko, Costa Rica und Panama, hatten sich bereit erklärt, Abgeschobene aufzunehmen, die keine Staatsbürgerschaft besitzen.

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Die US-Regierung habe die Länder entweder mit Zoll-Androhungen oder Finanzspritzen dazu gebracht, dem Vorschlag zuzustimmen, wie es weiter hieß. Zuletzt hatten die USA sogar den Abgeschobenen selbst Geld angeboten, wenn sie das Land freiwillig verlassen.

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Präsident Trump versuchte außerdem, das Kriegsgesetz von 1798 zu nutzen, um angebliche Kartellmitglieder in ein Gefängnis nach El Salvador zu überstellen. Ein Richter untersagte dies jedoch. Zuletzt traf es sogar Kinder mit einem US-Pass. Hohe Wellen schlug der Fall zweier Mütter, die zusammen mit ihren US-amerikanischen Kindern abgeschoben worden waren.