Robert Prevost, der 267. Papst, hat weite Teile seines kirchlichen Lebens in Peru verbracht; ein armes südamerikanisches Land, das seine Geburtsnation, die USA, bislang allenfalls als Produktionsstätte von Drogen interessiert hat, die auch in seiner Heimatstadt Chicago gehandelt werden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dennoch dauerte es nur wenige Minuten, bis der oberste weltliche Vertreter der Vereinigten Staaten, der unlängst mit einer größenwahnsinnigen Möchtegern-Pontifex-Allüre Millionen von Katholiken vor den Kopf stieß, das neue Oberhaupt der Weltkirche einzugemeinden versuchte.
Donald Trump sprach davon, dass es eine „große Ehre“ für die USA sei, dass zum ersten Mal ein Landsmann die weiße Soutane tragen darf. Den neuen Papst zu treffen, werde ein „sehr bedeutender Moment“ (für ihn, Trump). Dass der im Grunde zutiefst unreligiöse Präsident, der auch seine Beziehungen zum Glauben transaktional gestaltet, den Nachfolger des verstorbenen Franziskus für sich und seine strukturell unchristliche Maga-Bewegung instrumentalisieren wird, steht bereits jetzt außer Frage.
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Papst und Präsident werden eher kein Team
Viele seiner Anhänger werden sagen, dass Gott erst Trump vor den Kugeln eines Attentäters gerettet und zur Belohnung „god‘s own country“ dann auch noch einen Amerikaner als „pope“ zum Geschenk gemacht hat. Nach dem wenigen, was man von dem Kirchmann bisher weiß, dürfte es für Trump leichter sein, Grönland zu annektieren, als das neue Kirchenoberhaupt vor seinen Wagen zu spannen.
Prevost war Missionar und seinem Vorgänger im Geiste tief verbunden, der mehrfach andeutete, dass er den Raubtier-Kapitalisten und dessen Politik gerade gegenüber Flüchtlingen ablehnt. Viel spricht dafür, dass Leo XIV. und Donald Trump kein Team werden. Gott sei Dank.








