Nach seinem höchst konfrontativen Auftritt bei der Sicherheitskonferenz in München im Februar hat US-Vize-Präsident JD Vance seine Tonart deutlich gemäßigt. Bei einer Diskussion mit dem ehemaligen deutschen US-Botschafter Wolfgang Ischinger in Washington erklärte der enge Vertraute Donald Trumps am Mittwoch: „Europa und die USA sind etwas aus dem Tritt geraten. Ich würde uns dazu ermutigen, wieder auf Kurs zu kommen.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Vorhaltungen, wonach einige EU-Regierungen, gesondert die in Berlin, politisch unerwünschte Meinungen (Stichwort: AfD) unterdrückten und damit nennenswerte Teile der Wählerschaft verprellten, wiederholte Vance nicht. Die Nr. 2 im amerikanischen Staatsgefüge erklärte, er halte es für „völlig lächerlich zu glauben, dass man jemals einen Keil zwischen die Vereinigten Staaten und Europa treiben könnte“.
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Zum aktuellen Konflikt um Strafzölle der US-Regierung auch gegen die EU sagte Vance, Amerika könne „bessere Handelsbeziehungen” mit Europa haben, wenn dort „Handelsbarrieren” für US-Unternehmen abgebaut würden.
US-Vizepräsident Vance: Russland verlangt zu viel
Zur Stagnation in den Bemühungen um eine Waffenruhe im Krieg zwischen Russland und der Ukraine erklärte Vance, er sei nicht so pessimistisch, stellte jedoch überraschend eindeutig fest, dass die russische Seite derzeit „zu viel verlangt”. Es sei notwendig, dass beide Seiten endlich direkt miteinander an den Verhandlungstisch treten, um sich auf Leitlinien für eine Beilegung des Konflikts zu verständigen. Am Ende der Diskussion überbrachte Vance knapp Glückwünsche der Vereinigten Staaten zur Kanzlerwahl von Friedrich Merz, mit dem man „in den nächsten Tagen ein Gespräch haben wird”.





