Die US-Regierung von Donald Trump bietet Migranten, die sich illegal in den USA aufhalten, 1000 Dollar an, wenn sie freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren. Das gab das Heimatschutzministerium (Department for Homeland Security) in einer Pressemitteilung am Montag bekannt. „Wenn Sie sich illegal hier aufhalten, ist die Selbstabschiebung die beste, sicherste und kostengünstigste Möglichkeit, die Vereinigten Staaten zu verlassen und einer Verhaftung zu entgehen“, so die zuständige Ministerin Kristi Noem.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Funktionieren soll die Selbstabschiebung per App. Wer so seinen Willen zur Ausreise bekunde, werde von einer Inhaftierung ausgenommen, kündigte das Heimatschutzministerium an, das sich auch Einsparungen von der Maßnahme verspricht. Laut Angaben der Behörden kostet die Verhaftung, Inhaftierung und Abschiebung von Migranten ohne Aufenthaltstitel derzeit durchschnittlich knapp 17.000 Dollar.
Donald Trump: Gericht stoppt Deportationspläne des US-Präsidenten
Über die App konnten Migranten unter der Regierung von Donald Trumps Vorgänger Joe Biden etwa von Mexiko aus Termine für ihre Asylanträge an US-Grenzübergängen vereinbaren. Mittlerweile wurde die App komplett für Abschiebungen umfunktioniert.

Seit seinem Amtsantritt fährt Trump einen knallharten Kurs gegen Migranten in den USA – so wurden etwa zuletzt zwei Mütter und ihre amerikanischen Kinder abgeschoben. Trump stößt dabei auch immer wieder an rechtliche Hürden. Zuletzt untersagte ein texanischer Richter Trumps Regierung, ein Kriegsgesetz aus dem 18. Jahrhundert zu nutzen, um mutmaßlich ausländische Bandenmitglieder abzuschieben. Die US-Regierung hatte zuvor zahlreiche Venezolaner in das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis Cecot im zentralamerikanischen El Salvador abgeschoben und ihnen vorgeworfen, Mitglieder der kriminellen Organisation Tren de Aragua zu sein. Die venezolanische Regierung wies das zurück.
News aus den USA
Kilmar Ábrego García: Darum sorgt seine Abschiebung aus den USA für besonders viel Aufsehen

Insbesondere die Abschiebung von Kilmar Ábrego García hatte für Aufsehen gesorgt, selbst der Oberste Gerichtshof hatte sich eingeschalten und die Trump-Regierung angewiesen, die Rückkehr von García, der aus El Salvador stammt und einen bestehenden Schutzstatus hat, zu ermöglichen. García sitzt noch immer in einem Gefängnis in El Salvador. Die Trump-Regierung wirft García vor, Teil der brutalen MS-13-Bande zu sein.
dpa/opa








