Seit dem Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump sind sieben Menschen in Abschiebehaft gestorben. Das berichtete die spanische Tageszeitung „El Pais“ am Montag. Die Zeitung veröffentlichte eine Liste mit Namen und Alter der Personen. Es handelte sich seit Januar um Frauen und Männer zwischen 27 und 55 Jahren, sie kamen unter anderem aus Haiti, Vietnam und der Ukraine. Die Grenzschutzbehörde ICE hatte bislang drei Fälle veröffentlicht. Sie hat nach jedem Todesfall 90 Tage Zeit, um die Todesursache zu untersuchen, innerhalb von zwei Werktagen muss eine Pressemitteilung mit relevanten Details erfolgen.

Bei dem jüngst veröffentlichten Fall handelt es sich um Marie Ange Blaise. Die 44-jährige haitianische Staatsbürgerin verstarb laut einer Mitteilung der US-Grenzbehörde am 25. April 2025. Um 20.35 Uhr habe das medizinische Personal im Broward Transitional Center in Pompano Beach, Florida, für tot erklärt. „Die Todesursache wird derzeit untersucht“, heißt es in der Veröffentlichung der Behörde. Blaise sei ohne Einreiseerlaubnis in die Vereinigten Staaten gekommen. Am 12. Februar des Jahres habe der Grenzschutz Blaise am international Flughafen in Saint Croix in Gewahrsam genommen, anschließend kam sie in verschiedene Einrichtungen, ehe sie am 5. April in Florida untergebracht worden sein soll.
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Trump-Kritikerin: Abschiebeverfahren sind „rücksichtslos“
Die Zeitung „El Pais“ zitiert in ihrem Bericht eine Rede der Demokratin Sheila Cherfilus-McCormick. Sie ist demzufolge die einzige Haitianer-Amerikanerin im Kongress. Demnach nannte sie das Abschiebeverfahren der Trump-Regierung „rücksichtslos“. Es gebe keine ordnungsgemäßen Verfahren und keine Transparenz. „In schweren Fällen sind tatsächlich unschuldige Menschen gestorben, wie zum Beispiel Marie Blaise“, so Cherfilus-McCormick. Sie reiht sich damit in eine Reihe von Kritikern ein, die die Verhältnisse und Zustände in den Abschiebelagern heftig kritisieren.
News aus den USA
Seit dem erneuten Amtsantritt von Trump gibt es große Kritik an der Einwanderungspolitik der neuen US-Regierung. Es gibt inzwischen zahlreiche Berichte von deutschen Staatsangehörigen, die teils wochenlang in Abschiebehaft saßen und dann zurückgeschickt wurden. Erst kürzlich hat aber das Oberste Gericht der USA die Abschiebung venezolanischer Häftlinge gestoppt. Trump war daraufhin verbal auf die Richter losgegangen und hatte sie als „unfähig“ bezeichnet.
juwue/fmg





