Seit Jahren gibt es westliche Sanktionen gegen den Iran. Nun will US-Präsident Donald Trump auch verstärkt gegen die Handelspartner des Mullah-Regimes vorgehen: Wie er am Donnerstag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social erklärte, sollen alle Käufer iranischen Öls ab sofort mit Sanktionen belegt werden. Die Öl-Kunden, egal ob Personen oder Länder, dürften fortan keine Geschäfte mehr mit den USA machen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Mit dem Schritt will Trump den Druck auf Teheran erhöhen: Die USA und der Iran haben vor einigen Wochen nach Jahren der Eiszeit Gespräche über ein mögliches neues Atomabkommen aufgenommen. Trump sagte bei einem Termin im Weißen Haus, dass die neuen Sanktionen dazu beitragen sollten, den Iran in eine Situation zu bringen, in der Teheran bereit sei, einen Deal einzugehen.

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Verhandlungen zwischen USA und Iran aus „logistischen Gründen“ verschoben

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass die nächste Verhandlungsrunde über das Atomprogramm verschoben werden soll. Der ursprünglich für Samstag in Rom geplante, bereits vierte Termin zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Irans Außenminister Abbas Araghtschi werde aus „logistischen Gründen“ verschoben, erklärte Omans Außenminister Badr al-Busaidi auf der Plattform X. Der Oman vermittelt bei den Gesprächen. Nach Angaben der Sprecherin des US-Außenministeriums, Tammy Bruce, gehen die USA allerdings davon aus, dass es in naher Zukunft erneut Gespräche geben werde.

Der Iran befindet sich bereits in einer heftigen Wirtschaftskrise – nicht zuletzt wegen bereits bestehender Sanktionen. Sie haben dazu geführt, dass viele Länder derzeit auf Handelsbeziehungen mit Teheran verzichten. Dennoch: Der Ölexport des erdölreichen Landes ist zuletzt gestiegen. Wichtigster Abnehmer war dabei China. Dass die nun verkündeten Sanktionen das Reich der Mitte treffen, dürfte Donald Trump billigend in Kauf nehmen: Der Wirtschaftsstreit mit Peking dauert ohnehin an. Zuletzt wurde China von den USA mit hohen Zöllen belegt.

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Iran verurteilt neue Sanktionen und droht mit Konsequenzen

Falls es der US-Regierung mit Trumps neuer Sanktions-Drohung tatsächlich gelingen sollte, die verbliebenen Käufer iranischen Öls zu verschrecken, dürfte das für den Iran wirtschaftlich verheerend sein. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai verurteilte die neuen Strafmaßnahmen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna scharf und drohte mit Konsequenzen.

Deutschland ist von Trumps Ankündigung nicht betroffen: Die Bundesrepublik importiert seit Jahren kein Öl mehr aus dem Iran. Die Einfuhr von Öl und Gas aus dem Staat ist seit 2012 in der gesamten EU verboten.

mit dpa