Fast ein halbes Jahr, nachdem sich Donald Trump gegen seine demokratische Herausforderin im Rennen um die Präsidentschaft durchsetzen konnte, schmeißt der neue Amtsinhaber den Ehemann seiner einstigen Herausforderin aus dem Amt. Das zumindest gab Douglas „Dough“ Emhoff selbst in einem Statement bekannt, das er auf der Plattform „X“ veröffentlichte: „Heute wurde ich über meine Entlassung vom Holocaust-Museums der Vereinigten Staaten informiert.“ Der Mann von Kamala Harris war dort bislang im Verwaltungsrat tätig.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Emhoff, der seit 2014 mit Harris verheiratet ist, warf Trump vor, seine Entlassung aus politischen Gründen vorangetrieben zu haben: „Das Gedenken an den Holocaust und Holocaust-Bildung sollte niemals politisiert werden“, schrieb Emhoff. „Eine der schlimmsten Gräueltaten der Geschichte zu einem Streitthema zu machen, ist gefährlich und entehrt das Gedenken an sechs Millionen von den Nazis ermordete Juden, das dieses Museum aufrechterhalten soll“, fügte er hinzu. Er werde sich trotzdem weiter für das Gedenken an den Holocaust einsetzen, erklärte Emhoff.
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Von Joe Biden berufen – von Trump gefeuert?
Emhoff, der jüdischen Glaubens ist, war von Trumps Vorgänger Joe Biden in den Verwaltungsrat des Museums berufen worden. 55 der 63 Mitglieder des Gremiums werden üblicherweise vom Präsidenten eingesetzt. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge entließ Trump auch weitere Ratsmitglieder, die von seinem Vorgänger berufen worden waren – darunter Bidens ehemaligen Stabschef Ron Klain und die ehemalige Sicherheitsberaterin von Ex-Präsident Barack Obama, Susan Rice.
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Trump hatte im Februar zudem mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats des Washingtoner Kennedy Centers entlassen und sich selbst zum Ratsvorsitzenden des Kulturzentrums ernannt – ein bisher beispielloser Schritt. Er werde sicherstellen, dass es dort keine „woken“ Vorstellungen mehr gebe, hatte der US-Präsident gesagt und unter anderem angekündigt, Auftritte von Drag Queens zu verbieten.
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Emhoff war in der Harris‘ Amtszeit als Vizepräsident der erste „Second Gentleman“ in der Geschichte der USA. Wegen des Berufes seiner Ehefrau setzte der Jurist seine Karriere als Anwalt vorübergehend aus. Er übernahm Aufgaben, die traditionell den Ehefrauen in der Rolle der „Second Lady“ zugewiesen wurden – wie die Unterstützung sozialer Projekte und die Förderung wohltätiger Initiativen. Nach ihrer Wahlniederlage wurde bekannt, dass Emhhoff künftig für die Großkanzlei Willkie Farr & Gallagher LLP sowohl in Los Angeles als auch in New York tätig sein wird.
daw/afp/dpa










