Millennial, Richterin, Mutter – Sonja Eichwede sitzt für die SPD als Abgeordnete im Bundestag und könnte in der schwarz-roten Bundesregierung das Amt der Justizministerin übernehmen. Die Brandenburgerin bringt viel Erfahrung mit, in der Politik und der Justiz. Wie tickt Eichwede? Lesen Sie den Steckbrief.

Sonja Eichwede: Wichtige Infos zur Politikerin im Steckbrief

Name Sonja Katharina Eichwede
Geburtsdatum25. Oktober 1987
GeburtsortBremen
Familienstandledig, ein Kind
BerufRichterin (ruhendes Amt)
ParteiSPD
Mitglied seit2015

Sonja Eichwede: Partner, Ausbildung, Kind – Das Wichtigste zu ihrem Privatleben

Sonja Eichwede kommt am 25. Oktober 1987 zur Welt. Geboren ist sie in Bremen, ihre Eltern sind Sozialdemokraten. Ihr Vater ist der Historiker Wolfgang Eichwede, sie hat zwei Geschwister. Während der Schulzeit verbringt sie ein Austauschjahr in den USA, an der Watertown High School in South Dakota. Ihr Abitur legt sie im Jahr 2007 ab, am Bremer Kippenberg-Gymnasium.

  • Ausbildung: Nach dem Abitur nimmt Eichwede ein Jura-Studium an der Eberhard Karls Universität Tübingen auf. Das Referendaritat beendet sie im Jahr 2015. Es folgt ein Lehrauftrag für Polizei- und Beamtenrecht in Berlin und eine Station im Bundestagsbüro von Dagmar Ziegler.
  • Partner: Eichwede ist liiert mit dem SPD-Politiker Erik Stohn, mit dem sie einen Sohn hat. Das Paar ist nicht verheiratet.
  • Beruf: Seit 2020 ist sie Richterin im Landgerichtsbezirk Neuruppin; das Amt ruht seit ihrer Wahl in den Bundestag.

Eichwede liest gerne, unter anderem Gesellschaftsromane, malt und zeichnet und begeistert sich für Kunst, Theater und Kultur. Die SPD-Abgeordnete ist außerdem Fan des Fußballvereins Werder Bremen. Musikalisch ordnet sie sich zwischen Tocotronic und den Ärzten ein. Ihr Lieblingszitat lautet: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!“

Kurz vor der Geburt ihres Sohnes durchlebte Eichwede eine besonder schwere Zeit. Ihr Partner Stohn war wegen eines Autounfalls mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Krankenhaus.

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Sonja Eichwede: Die Stationen in der SPD

2015 tritt sie in die SPD ein und übernimmt schnell Verantwortung bei den Sozialdemokraten. Von 2016 bis 2018 arbeitet sie als Regionalgeschäftsführerin der SPD Brandenburg für Brandenburg an der Havel und das Havelland. In dieser Funktion koordinierte sie lokale Parteistrukturen und unterstützte Wahlkampagnen, unter anderem für den späteren Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier. Seit 2018 ist sie Mitglied im Vorstand der SPD Brandenburg an der Havel.​

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Zur Bundestagswahl 2021 tritt Eichwede erstmals selbst als Kandidatin für den Wahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I an; sie erringt das Direktmandat und zieht in den Bundestag ein. In der SPD-Fraktion wird sie rechtspolitische Sprecherin und Mitglied in mehreren Ausschüssen. Bei der Bundestagswahl 2025 zieht sie über die SPD-Landesliste ins Parlament ein.

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Sonja Eichwede: Das sind die Themen der SPD-Politikerin

Eichwede tritt für eine sozial gerechte Zukunft ein. Sie setzt sich ein für lebenslage Chancengerechtigkeit und Teilhabe, „egal wer wir sind, egal, woher wir kommen“. Im Mittelpunkt müssten „die hart arbeitenden Menschen stehen“. Politik möchte sie auf Augenhöhe mit den Wählerinnen und Wählern machen; dafür reist sie regelmäßig in ihren Wahlkreis. Zu ihren Themengebieten gehören unter anderem:

  • Sicherheit: Eichwede möchte die Jusitz und Behörden gut ausstatten, um das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken. Sicherheitsbehörden sollen Gefahren frühzeitiger abwehren können. Gerichte sollen effizienter arbeiten können.
  • Infrastruktur: Für Eichwede gilt es, soziale und regionale Infrastruktur zu stärken: Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Eine Privatisierung öffentlicher Infrastruktur lehnt sie ab.
  • Gesundheit: Eichwede tritt ein für ein gut ausgestattetes und gerechtes Gesundheitssystem, unabhängig von Einkommen oder Wohnort. Eine Bürgerversicherung gehört für sie dazu.

Eichwede hat sich intensiv für ihren Wahlkreis eingesetzt. In den ersten dreieinhalb Jahren ihrer Amtszeit absolvierte sie über 1500 Termine vor Ort und konnte mehr als 11 Millionen Euro an Bundesfördermitteln für die Region gewinnen.